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Transportmarkt Barometer: Gewerbe wieder auf Wachstumskurs

Die Folgen der Rezession scheinen überstanden: Forschungsinstitute Progtrans und ZEW rechnen in den nächsten Monaten wieder mit steigenden Transportpreisen


Datum:
25.11.2009
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Basel/Mannheim. Der Transportmengeneinbruch als Folge der Wirtschaftskrise scheint gestoppt. Zu die-sem Ergebnis kommen die Forschungsinstitute Progtrans und ZEW im aktuellen Transportmarkt Barometer. „Die aktuellen Ergebnisse und deren Veränderungen gegenüber den Vorquartalen bekräftigen den schon seit dem Sommer feststellbaren Eindruck, dass die Talsohle des konjunkturell bedingten Transport-mengeneinbruchs bei den meisten Verkehrszweigen durchschritten scheint“, heißt es in der aktuellen Ana-lyse. Im Hinblick auf die Transportpreisentwicklung wirken jedoch verschiedene Einflussfaktoren weiterhin ge-genläufig: Die tendenziell wieder steigenden Transportmengen eröffnen in denjenigen Märkten, in denen Überkapazitäten und starker Wettbewerb herrschte, wieder leichte Preisanhebungsspielräume. Zur Vorsicht raten Progtrans und ZEW beim Thema Kraftstoffpreise. Zwar seien seit Dezember 2008 die Preise relativ stabil, die Marktforscher rechnen jedoch als Folge der wieder anziehenden Wirtschaft in den meisten Transportmärkten mit steigende Spritpreisen. Die Einschätzungen zur Entwicklung des Transportaufkommens im nächsten halben Jahr zeugen überwie-gend von einem zunehmenden Optimismus hinsichtlich der weiteren Konjunktur- und Außenhandelsent-wicklung als den wesentlichen Bestimmungsgrößen der Transportnachfrage; die Erwartungen für die ein-zelnen Transportzweige und für die verschiedenen Relationen sind zum Teil aber unterschiedlich: Im Stra-ßengüterverkehr, bei den KEP-Diensten sowie im „klassischen“ Schienengüterverkehr werden die Entwick-lungen recht zuversichtlich eingeschätzt; beim Kombinierten Verkehr und vor allem bei der Binnenschifffahrt sind die Erwartungen zurückhaltender. Bei der Luftfracht und Seeschifffahrt ist im Moment der stärkste Optimismus anzutreffen. Im Bezug auf die einzelnen Transport-Relationen schneiden die grenzüberschreitenden Verkehre jetzt wieder günstiger ab, vor allem die interkontinentalen Verkehre. Die Einschätzungen zur Preisentwicklung zeigen klar, dass auch für das kommende Halbjahr weiterhin überwiegend mit stabilen Preisen gerechnet wird, Veränderungen aber eher Richtung Preisanstieg tendie-ren. Die Einschätzungen sind für die einzelnen Verkehrsträger und Relationen relativ ähnlich. Die wichtigsten Tendenzen der Preisentwicklung: Beim Straßengüterverkehr und bei den KEP-Diensten werden überwiegend stabile bis leicht steigende, im Schienengüter- und im Kombinierten Verkehr mehrheitlich stabile und ansonsten uneinheitliche Preisentwicklungen erwartet; bei der Binnenschifffahrt ist das Bild am unein-heitlichsten. Bei den Luft- und Seefrachtraten gibt es deutliche Signale eines Preisanstiegs. Relational sind – außer beim Straßengüterverkehr und den KEP-Diensten (Osteuropaverkehre) sowie bei der Luft- und Seefracht (Asienverkehre) – keine großen Unterschiede festzustellen. Der Straßengüterverkehr hat laut Transportmarkt Barometer im letzten Jahr ungewohnte Aufkommensein-bußen hinnehmen müssen: Die mautpflichtigen Fahrleistungen von LKW ab zwölf Tonnen zulässigem Ge-samtgewicht sind in den ersten zehn Monaten gegenüber demselben Vorjahreszeitraum um mehr als 13 Prozent zurückgegangen. Und die Beförderungsmengen deutscher LKW gingen im ersten Halbjahr 2009 sogar um nahezu 16% zurück. Für das kommende Halbjahr erwarten jetzt die meisten Experten des Trans-portmarktBarometers eine gleich bleibende oder schwach steigende Nachfrage, letzteres vor allem im Westeuropaverkehr. Erstmals seit dem Sommer 2008 liegt der Saldo aus steigenden und sinkenden Preisänderungs-Erwartungen im Straßengüterverkehr bei den von Progtrans und ZEW befragten Experten wieder über Null. Die Mehrheit erwartet zwar unveränderte Preise – vor allem im Binnennahverkehr; aber ein Viertel bis ein Drittel der Experten rechnet sogar mit leicht steigenden Preisen (zwischen 1 und 3 Prozent); nur im Osteu-ropaverkehr, wo der Druck niedrigerer Löhne besonders spürbar sein dürfte, sind die Einschätzungen deut-lich zurückhaltender; hier rechnet jeder fünfte Experte sogar mit schwach sinkenden Preisen im LKW-Transport. Die Forschungsinstitute Progtrans und ZEW befragen seit 1998 viermal jährlich rund 300 Spitzenkräfte der Transport- und Verladenden Wirtschaft nach ihren kurzfristigen Prognosen (6 Monate) hinsichtlich des Transportaufkommens und der Transportpreise im nationalen (Deutschland) sowie grenzüberschreitenden Transport nach Westeuropa und Osteuropa beziehungsweise im Luft- und Seeverkehr nach Europa, Nord-amerika und Richtung Asien/Pazifik. (sb)

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