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Transportkosten steigen in Österreich deutlich

In Österreich werden strenge Kontrollen der Kabotagebestimmungen gefordert (Symbolbild)
© Foto: picturedesk.com/JFK/picture-alliance (Symbolfoto)

Diesel wurde in Österreich für die Betriebe um 67 Prozent teurer als im Vorjahr, auch daher werden Forderungen nach strengen Kontrollen der Kabotagebestimmungen laut.


Datum:
29.07.2022
Autor:
Stefan May
Lesezeit: 
3 min
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Allein in diesem Jahr seien die Transportkosten laut Transportkostenindex von Januar bis Juni um mehr als zehn Prozent gestiegen, teilte die Österreichische Wirtschaftskammer (WKO) mit. In einigen Geschäftsbereichen lägen die Steigerungen noch deutlich höher. In Anbetracht der explodierenden Energiekosten appellierte Markus Fischer, Obmann des Fachverbands Güterbeförderung, an die Transportunternehmer, die kontinuierlich steigenden Kosten im Auge zu behalten.

„Im Besonderen trifft die Transporteure die Entwicklung des Dieselpreises, zumal Treibstoffkosten einen wesentlichen Anteil der betriebswirtschaftlichen Gesamtkosten ausmachen“, sagte Fischer.  Der durchschnittliche Preis für Diesel belief sich laut dem Fachverband der Mineralölindustrie am 18. Juli 2022 auf 2,092 Euro pro Liter und lag damit um 14 Cent über dem EU-Durchschnitt. Zu spüren seien die Preissteigerungen aber nicht nur beim Treibstoff, sondern beispielsweise auch bei Fahrzeuganschaffungen oder bei Verschleißteilen.

Forderung nach strengeren Kabotagebestimmungen

In Österreichs Nachbarländern variiert der Preis pro Liter Diesel deutlich. In Deutschland wurde mit 1. Juni die Energiesteuer auf Kraftstoffe gesenkt. In Kroatien wurden die Spritpreise gedeckelt, in Slowenien sind sie es seit Mai. In Ungarn wurde bereits im November 2021 ein Spritpreisdeckel eingeführt. Fachverbandsobmann Markus Fischer forderte daher strenge Kontrollen der Kabotagebestimmungen, um die heimischen Transporteure bestmöglich zu schützen: „Wenn ausländische Mittbewerber in Nachbarländern billig tanken und dann in Österreich Transporte durchführen, ist das eine zusätzliche Wettbewerbsverzerrung. Deshalb sind strenge Kabotage-Kontrollen nötig“, so Fischer. (ms)

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