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Transport Market Monitor: Weiter wenig freie Kapazität im Spotmarkt

Laderaum im Straßengüterverkehr bleibt in der Corona-Krise knapp und die Frachtpreise sind weiterhin rückläufig
© Foto: AVTG/Image Broker/picture-alliance

Nach einer leichten Corona-Erholung sind die Preise für Straßentransporte im europäischen Sportmarkt laut Transporeon und Tim Consult in den ersten beiden Augustwochen wieder gefallen.


Datum:
21.08.2020
Autor:
André Gieße
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Ulm. Im Vergleich zum Vormonat Juli sind in den ersten beiden Augustwochen 0,7 Prozent weniger Straßentransportkapazität auf dem europäischen Spotmarkt verfügbar gewesen. Auch im Jahresvergleich zum August 2019 gibt es aktuell weniger verfügbare Kapazitäten (-12,9 Prozent), was vor allem auf die Corona-Krise zurückzuführen ist.

Das geht aus aktuellen Auswertungen des Transport Market Monitors (TMM) von Transporeon und Tim Consult hervor. Der Online-Service wird von dem Beratungsunternehmen Tim Consult auf Basis von jährlich mehr als 1,8 Millionen Frachtaufträgen generiert. Die verarbeiteten Daten stammen von der Frachtenbörse Transporeon. Sie berücksichtigen den Zeitraum bis zum 15. August 2020.

Transportpreise im August weiter rückläufig

Die leicht positive Preisentwicklung im europäischen Transportmarkt, die noch im Juni und Juli dieses Jahres zu beobachten war, setzte sich der Untersuchung zufolge nicht fort. Im Vergleich zum Juli 2020 fielen die Preise im TMM um 2,9 Prozent. Gegenüber August 2019 verharren sie mit -8,5 Prozent auf einem niedrigen Niveau.

Die Stabilisierung des Kapazitätsniveaus lässt sich laut Transporeon und Tim Consult saisonbedingt mit dem Sommerferien-Effekt erklären. Weite Teile der europäischen Industrie fahren ihre Produktion im Juli und August herunter oder unterbrechen sie für Wartungsarbeiten.

Corona-Pandemie verunsichert viele

Hinzu kommt laut dem Experten die noch immer hohe Unsicherheit, der sich Industrie und Wirtschaft insgesamt aufgrund der Coronavirus-Pandemie gegenübersehen. So lasse sich das anhaltend niedrige Preisniveau erklären, obwohl die Auslastung im europäischen Straßentransportmarkt signifikant besser sei als in den Vorjahresmonaten Juli und August 2019.

 „Was preislich im Frühjahr verloren wurde, konnte auch durch die Nachholeffekte der letzten Monate nicht aufgeholt werden“, erklärte Oliver Kahrs, Geschäftsführer von Tim Consult am Donnerstag. „Allerdings beobachten wir in der chemischen Industrie eine atypische Entwicklung: Die verfügbaren Kapazitäten und die erzielten Spotmarkt-Preise nehmen gleichzeitig ab.“ (ag)

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