trans-o-flex ThermoMed Austria führt Dispositions-Software ein

08.06.2026 09:35 Uhr | Lesezeit: 3 min
Die neue Dispositions-Software sowie ein Selbstabfertigungsmodul für Zustellfahrer wurden an allen vier Standorten von trans-o-flex ThermoMed Austria eingeführt – in Lebring (im Bild), Fritzens, Regau und Großebersdorf bei Wien.
Die neue Dispositions-Software und das digitale Selbstabfertigungsmodul sind an allen vier Standorten von trans-o-flex ThermoMed Austria im Einsatz – darunter die Niederlassung in Lebring
© Foto: trans-o-flex

Mit neuer Dispositions-Software und digitaler Selbstabfertigung beschleunigt trans-o-flex ThermoMed Austria die Zustellung. Empfänger in Österreich erhalten künftig präzise Zustellzeitfenster.

Mit neuen digitalen Prozessen will trans-o-flex ThermoMed Austria (TMA) die Weiterentwicklung seiner Expresslogistik in Österreich vorantreiben, wie das Unternehmen mitteilt: Eine selbst entwickelte Dispositions-Software sowie ein neues Selbstabfertigungsmodul für Zustellfahrer soll die Tourenplanung beschleunigen, interne Abläufe verkürzen und die Transparenz für Empfänger erhöhen.

Digitale Disposition beschleunigt die Tourenplanung

Kern der Neuerungen ist eine neue Dispositions-Software, die inzwischen an allen vier österreichischen Standorten von TMA im Einsatz ist. Das System erstellt automatisch optimierte Tourenverläufe für sämtliche Zustellfahrzeuge einer Niederlassung. Dabei berücksichtigt die Software unter anderem Warenannahmezeiten sowie zeitkritische Expresssendungen mit festen Lieferzusagen.

Disponenten können die automatisch berechneten Touren bei Bedarf manuell anpassen. Nach Angaben von TMA reduziert die Lösung den Planungsaufwand deutlich und macht die Disposition weniger abhängig von individueller Erfahrung einzelner Mitarbeiter.

„Die neuen Prozesse helfen uns dabei, zentrale Ziele zu erreichen“, erklärt Eugen Günther, Sprecher der Geschäftsführung bei trans-o-flex ThermoMed Austria. Dazu zählen „eine schnellere und optimierte Tourenplanung, die Berechnung und Mitteilung eines voraussichtlichen Zustellzeitfensters an die Empfänger, die weitere Harmonisierung der IT-Systeme der trans-o-flex-Gesellschaften sowie eine deutlich schnellere Abfertigung der Fahrer“.

Zustellzeitfenster schaffen mehr Transparenz für Empfänger

Mit der neuen Dispositions-Software schaffe TMA zugleich die technischen Voraussetzungen für einen zusätzlichen Service: Empfänger sollen künftig vorab ein konkretes Zustellzeitfenster für ihre Sendungen erhalten. Die voraussichtliche Lieferzeit wird auf Basis der optimierten Touren berechnet.

„Wir haben geliefert“, so Günther. „Jetzt müssen die Versender den Service nur noch buchen, die Empfängerdaten übermitteln und die Empfänger zustimmen.“ Damit liegt die Aktivierung des Services bei den Auftraggebern, während TMA die technische Infrastruktur bereitstellt.

Selbstabfertigung verkürzt Standzeiten der Fahrer

Neben der Disposition hat TMA auch die Prozesse in der Umschlaghalle neu organisiert: Ein digitales Selbstabfertigungsmodul ermögliche es den Zustellfahrern, so das Unternehmen, ihre Touren ohne den bisherigen Umweg über das Abfertigungsbüro zu starten.

Nach dem Beladen der Fahrzeuge scannen die Fahrer an einem Terminal in der Halle den QR‑Code ihrer Tour. Das System gleicht die geladenen Sendungen automatisch mit den geplanten Tourdaten ab und erstellt die erforderlichen Begleitdokumente innerhalb weniger Sekunden. Wartezeiten entfallen, der Tourstart erfolgt früher und die verfügbare Arbeitszeit für die Zustellung steigt.

Einheitliche IT‑Struktur innerhalb der trans-o-flex-Gruppe

Die in Österreich eingeführten Lösungen kommen auch bei der deutschen Schwestergesellschaft trans-o-flex Express zum Einsatz. Durch die Angleichung der IT‑Systeme entsteh nach Unternehmensangaben ein einheitliches Qualitätsniveau innerhalb der Gruppe.

Zugleich sollen Entwicklungs- und Wartungskosten für die Software sinken, betont Günther. Auch der Personaleinsatz bei Ausfällen lasse sich durch die harmonisierten Prozesse flexibler gestalten, so TMA.


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