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Symposium Saubere Logistik: Rohrkrepierer Euro 7?

Symposium Saubere Logistik: Rohrkrepierer Euro 7?
Thomas Fabian vom Verband der europäischen Automobilhersteller spricht sich im vierten Impulsvortrag des Symposiums Saubere Logistik gegen Euro 7 aus
© Foto: malp / stock.adobe.com

In einem verkehrsträger-übergreifenden Symposium brachten die VerkehrsRundschau zusammen mit Schmitz Cargobull Protagonisten der Logistikbranche zusammen: Ziel war der Austausch von Praktikern, die bereits erfolgreich Wege der Dekarbonisierung darstellen, sowie von Experten, die anstehende Maßnahmen wie Euro 7 oder den praktischen Einsatz von E-Lkw, beurteilen. Thomas Fabian vom ACEA hält nichts von Euro 7 und beschreibt einen aus seiner Sicht besseren Weg.


Datum:
07.02.2023
Autor:
Gerhard Grünig/Stefanie Schuhmacher
Lesezeit:
3 min
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Während die einen in Euro 7 eine lebensverlängernde Maßnahme für Verbrenner sehen, plädieren andere, die dafür nötigen Investitionen besser in die E-Mobilität zu stecken. Thomas Fabian vom Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) hält nichts von der geplanten Abgasreform der EU-Kommission und beschreibt in seinem Impulsvortrag anlässlich des Symposiums Saubere Logistik der VerkehrsRundschau und Schmitz Cargobull einen aus seiner Sicht besseren Weg.

ACEA vertritt die Interessen von 14 großen Pkw,- Van, Lkw- und Busherstellern – sie ist sozusagen die Stimme der Automotive Industrie.

Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs - unmöglich bis 2025?

Sprecher für die Nutzfahrzeugindustrie ist Thomas Fabian, der beim Symposium „Saubere Logistik“ eine sehr klare Position zu Euro 7 bezog: „Zugegeben haben sich die Emissionswerte an CO2 bei den schweren Nutzfahrzeugen von 2000 bis 2019 um 5,5 Prozent erhöht. Im gleichen Zeitraum hat sich aber auch die Verkehrsleistung um fast 25 Prozent gesteigert!“ Fabian konstatiert, dass die Nutzfahrzeugbranche pro Jahr eine Verbrauchsreduzierung von etwa einem Prozent realisiert, was ebenfalls einem Prozent bei der Dekarbonisierung entspricht.

Der ACAE sei sich darüber bewusst, dass die E-Mobilität eine der Schlüsseltechnologien bei der CO2-Minimierung darstellt und unterschreibe selbstverständlich die Klimaneutralität bis 2025. Den Zeitpunkt des Antriebswechsels, bei dem der Anteil der Verbrenner auf unter 50 Prozent fällt, verortet der ACEA – wie inzwischen sehr viele andere Fachleute – etwa im Jahr 2030.

Ladeinfrastruktur als Hindernis für Euro 7

Als Flaschenhals sieht der Automotive-Verband dabei nicht die Lieferfähigkeit an Fahrzeugen, als vielmehr die Verfügbarkeit von Strom und Ladeinfrastruktur. In einer aktuelle Liste, die Fabian auch in seinem Vortrag zeigte, listete er 22 Lkw- sowie 17 Busmodelle auf, die bereits kaufbar sind oder sich in der Flottenerprobung befinden.

Thomas Fabian erklärt aber auch, dass die jüngst von der EU ausgerufenen Euro 7-Grenzwerte nicht die erhoffte Dekarbonisierung bringen, sondern viel mehr Entwicklungsgelder binden, welche die OEMs viel dringender in die E-Mobilität investieren würden. „Euro 7 ist verlangt nicht nur niedrigere Grenzwerte, sondern auch ein noch ausgeklügelteres Fahrzeug-Monitoring – und das für Fahrzeuge, die nur einen sehr begrenzten Zeitraum im Einsatz sein werden.“

Fabians gesamten Vortrag sowie seine Ausführungen, warum es sinnvoller wäre, die immer noch riesige Bestandsflotte in Euro 5 und schlechter zu ersetzen, gibt es im Video.

Symposium Saubere Logistik - Impulsvortra Thomas Fabian, ACEA

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