Rhenus testet einen Wasserstoff-Lkw von Daimler Truck

18.02.2026 14:22 Uhr | Lesezeit: 3 min
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Der Mercedes-Benz GenH2 Truck wird von Rhenus am Rhenus-Standort Duisburg vollständig in die operativen Abläufe integriert
© Foto: Daimler Truck

Die Rhenus-Gruppe setzt erstmals einen Brennstoffzellen-Lkw im regulären Logistikbetrieb ein, der Truck wird komplett in die operativen Abläufe integriert.

Der Wasserstoff-Lkw vom Typ Mercedes-Benz GenH2 Truck wird am Rhenus-Standort Duisburg vollständig in die operativen Abläufe integriert und an fünf Tagen pro Woche tagsüber wie nachts im regulären Betrieb eingesetzt. Damit ist das Fahrzeug nahezu rund um die Uhr im realen Logistikbetrieb unterwegs, teilte Rhenus mit. Die Touren umfassen laut Unternehmensangaben regionale Fahrten mit rund 150 Kilometern sowie Langstreckeneinsätze mit Distanzen von bis zu rund 650 Kilometern. Damit soll der Praxistest ein breites Spektrum an Transportanforderungen abbilden – vom Verteilerverkehr bis hin zu Fernstrecken.

Standort Duisburg bewusst ausgewählt

Durch die hohe Auslastung und die unterschiedlichen Transportprofile erreicht das Fahrzeug laut Rhenus eine außergewöhnlich hohe tägliche Laufleistung. Der kontinuierliche Betrieb ermögliche zudem eine belastbare Bewertung der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Technologie unter realen Bedingungen. Der Standort Duisburg wurde bewusst als Testfeld gewählt. Als zentraler Knotenpunkt im europäischen Logistiknetzwerk von Rhenus bietet er ein hohes Transportaufkommen sowie eine notwendige Nähe zur bestehenden Wasserstoff-Tankinfrastruktur.


"Gerade im Schwerlast- und Langstreckenverkehr sehen wir in wasserstoffbetriebenen Lkw ein vielversprechendes Potenzial."

Thilo Meutzner, Geschäftsführer von Rhenus Road Freight in Deutschland


Praxiserprobung des Mercedes-Benz GenH2 Truck

Mit dem Einsatz beteiligt sich Rhenus gemeinsam mit vier weiteren Unternehmen an der zweiten Phase einer kundennahen Praxiserprobung des Mercedes-Benz GenH2 Truck. Der auf ein Jahr angelegte Test soll belastbare Erkenntnisse für die Weiterentwicklung alternativer Antriebstechnologien und deren zukünftige Anwendung im Straßengüterverkehr liefern, so das Unternehmen. Für Rhenus stehen beim Praxiseinsatz vor allem die operativen Erfahrungen im Alltag im Vordergrund – vom Betankungsprozess und dessen Handhabung über die technischen Besonderheiten der Wasserstofftechnologie bis hin zu Reichweite und Tankzeiten im Vergleich zum Diesel-Lkw.

Potenzial im Schwerlast- und Langstreckenverkehr

„Gerade im energieintensiven Schwerlast- und Langstreckenverkehr sehen wir in wasserstoffbetriebenen Lkw ein vielversprechendes Potenzial“, sagte Thilo Meutzner, Geschäftsführer von Rhenus Road Freight in Deutschland. „Der Praxiseinsatz hilft uns, realistisch zu bewerten, unter welchen Voraussetzungen diese Technologie künftig breiter eingesetzt werden kann. Bereits jetzt wird deutlich, dass für einen Markthochlauf insbesondere der Ausbau der Tank-Infrastruktur, die Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff und wettbewerbsfähige Kostenstrukturen entscheidend sind.“


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