Spritpreise haben zum Jahresbeginn zugelegt

07.01.2026 08:22 Uhr | Lesezeit: 3 min
Lkw Fahrer beim Tanken
Zu Jahresbeginn waren sowohl Benzin als auch Diesel deutlich teurer als Ende 2025
© Foto: Tempura/ Getty Images

Die Spritpreise sind mit einem deutlichen Sprung ins neue Jahr gestartet, dabei geht der Anstieg leicht über den erwarteten Effekt der neuen CO2-Bepreisung hinaus.

Am 1. Januar waren sowohl Benzin als auch Diesel deutlich teurer als Ende 2025, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. Ein Liter Super E10 kostete im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Donnerstags 1,709 Euro. Das waren 3,4 Cent mehr als am 31. Dezember. Bei Diesel ging es um 4 Cent auf 1,658 Euro pro Liter nach oben. Wichtigster Treiber für den Anstieg dürfte laut ADAC die neue CO2-Bepreisung sein, die bis zu 3 Cent pro Liter ausmachen kann. Der Preissprung geht allerdings etwas darüber hinaus. Das zeigt sich besonders deutlich, wenn man als Vergleichswert nicht Silvester, sondern den 29. Dezember heranzieht. Dann sind es 5,4 Cent bei E10 und 6 bei Diesel. Erfahrungsgemäß steigen Preise bei Änderungen wie dem CO2-Preis nicht schlagartig zum Stichtag, sondern zumindest teilweise auch schon knapp vor dem Ereignis.

2025 war viertteuerstes Tankjahr

Für die Spritpreise des vergangenen Jahres liegen die finalen Zahlen vor. Für E10 ergibt sich ein Durchschnittspreis von 1,688 Euro, für Diesel von 1,611 Euro. Beides sind einige Cent weniger als 2024. Es ist der dritte Jahresrückgang in Folge. 2022 – damals hatte der Beginn des Ukraine-Krieges die Preise in bisher nicht gekannte Höhen getrieben – waren es noch 1,946 Euro pro Liter Diesel und 1,86 Euro pro Liter E10. Trotz des Rückgangs 2025 sei Tanken immer noch relativ teuer, sagte der ADAC-Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer jüngst. Zudem könne sich die Lage schnell ändern, wenn internationale Krisen hinzukämen. Das liegt daran, dass der mit Abstand wichtigste Faktor für die Entwicklung des Spritpreises der Rohölpreis ist.

Blick nach vorne ist schwierig

Dementsprechend schwierig ist der Blick nach vorne. „Wenn die Heizsaison endet, könnte es bei Diesel wieder deutlicher abwärtsgehen“, sagte Laberer im Dezember. „Darüber hinaus ist aber nicht besonders viel Spielraum nach unten erkennbar, denn sinkt der Ölpreis noch weiter, würde sich Fracking häufig nicht mehr lohnen.“ Fällt dieser Methode zur Ölförderung aus, sinkt das Angebot, was den Preis wieder treiben würde. Kurzfristige Gründe für einen deutlichen Anstieg gebe es aber auch nicht. Dafür sei die Nachfrage angesichts der Schwäche der Weltwirtschaft einfach zu gering. „Am wahrscheinlichsten ist eine Seitwärtsbewegung - also relativ gleichbleibende Spritpreise.“



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