Speditionen fordern Entlastung: Lkw‑Protest gegen hohe Dieselpreise

17.04.2026 15:45 Uhr | Lesezeit: 1 min
Ein Umzugs-Lkw mit einem Banner „Ohne uns läuft nichts“ fährt im Rahmen einer Protestveranstaltung gegen die hohen Kraftstoffkosten am 17. April 2026 über den Leipziger Augustusplatz
Insgesamt 22 Lkw und 69 Autos nahmen am Protestzug der Speditionen gegen die hohen Dieselpreise in Leipzig statt
© Foto: picture alliance/dpa | Jan Woitas

Lkw‑Protest in Leipzig: Speditionen und IHK fordern Entlastungen wegen hoher Spritpreise, Maut und Steuerlast für die Transport- und Logistikbranche.

Speditionen und Transporteure aus der Region Leipzig haben mit einem Lkw‑Konvoi gegen die stark gestiegenen Dieselpreise und die zunehmende Kostenbelastung für die Transport‑ und Logistikbranche auch durch Maut und Steuern protestiert. Die Unternehmen fordern steuerliche Entlastungen und Reformen.
Konkret ging es den Teilnehmern unter dem Motto „Speditionen und Transporteure auf die Straße“ um folgende Punkte: 
  • Abschaffung der CO₂‑Steuer,
  • Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe und der Mineralölsteuer,
  • niedrigere Lohnnebenkosten sowie
  • eine stärkere Unterstützung des Mittelstands.

Speditionen kämpfen mit steigenden Kosten für Diesel und Maut

Ein Lastwagenfahrer verwies auf die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe: „Erdöl ist teurer geworden, Diesel ist teurer geworden, die Maut. Es ist alles nicht mehr finanzierbar.“
Viele Speditionen würden derzeit von ihren Rücklagen leben. Es sei schon zehn nach Zwölf.

Wirtschaft fordert Strukturreformen für den Mittelstand

Die Sächsischen Industrie- und Handelskammern zeigten sich mit den protestierenden Speditionen solidarisch. Sie appellierten an die Bundesregierung, umfassende Strukturreformen zur Entlastung der Wirtschaft und des logistiknahen Mittelstands auf den Weg zu bringen.

„Die Bundesregierung bleibt weiterhin die dringend benötigte Strukturreform schuldig. Gerade in Krisenzeiten braucht es mutige und nachhaltige Entscheidungen, die über kurzfristige Maßnahmen hinausgehen“, sagte Fabian Magerl, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig.

Nach Angaben der Stadt waren zu der Demonstration am 17. April bis zu 500 Teilnehmer angemeldet worden. Die Polizei sprach von 22 Lastwagen und 69 Autos, die vom Startpunkt des Protestzugs bis zu einer Zwischenkundgebung und dann wieder zurück zum Startpunkt fuhren. 

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