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Sichere Lkw-Parkplätze: EU-Kommission fördert Verkehrsinfrastruktur

Stehende Lkw auf Parkplatz
EU-weit fehlen genügend sichere Parkplätze für Lkw. Die EU stellt in einem Topf, der Verkehrsinfrastrukturprojekte fördern soll, auch dafür Gelder zur Verfügung (Symbolbild)
© Foto: Animaflora PicsStock/AdobeStock

Im Rahmen der CEF-Förderung mit Mitteln von über sieben Milliarden Euro soll auch der Bau sicherer Lkw-Parkplätze in der EU vorangetrieben werden. Diese müssen dafür einem relativ neuen EU-Standard aus dem Jahr 2022 entsprechen.


Datum:
29.09.2023
Autor:
Marie Christin Wiens
Lesezeit:
2 min
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Die EU-Kommission stellt im Rahmen der Fazilität „Connecting Europe“ (CEF) Fördergelder über sieben Milliarden Euro für moderne Verkehrsinfrastrukturen für Straßen-, Zug- und Schiffsverkehr bereit.

Auch die Förderung sicherer Lkw-Parkplätze ist Teil des Aufrufs. Darauf weist der internationale Straßentransportverband IRU hin. Die Finanzierungsmöglichkeiten für die Parkplätze seien flexibler ausgestaltet und der geografische Raum erweitert worden, hebt der Verband hervor.

„Diese Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen ist die größte, die im Rahmen der Fazilität "Connecting Europe" 2021-2027 zur Verfügung steht“, sagt EU-Verkehrskommissarin Adina Vălean. Der Schwerpunkt liege auf grenzüberschreitenden Projekten zwischen Mitgliedstaaten. „Diese schwierigen Zeiten haben auch gezeigt, wie wichtig ein starkes Verkehrsnetz aus Eisenbahnen, Binnenwasserstraßen und Seewegen ist."

Standards an Dienstleistungen für Fahrer müssen vorhanden sein

Ähnlich wie bei den beiden vorangegangenen Förderaufrufen habe die Kommission 250 Millionen Euro für Projekte im Bereich der sicheren Mobilität zur Verfügung gestellt, erläutert der Verband IRU. Gefördert werden demnach Projekte, bei denen neue sichere Parkplätze entstehen sollen, bestehende Parkplätze verbessert werden, sowie Projekte, die Informationen über Parkplätze, einschließlich der Verfügbarkeit, des Standorts und der Preise von Parkplätzen besser bereitstellen als bisher.

Die Parkplätze müssen den im April 2022 angenommenen EU-Normen entsprechen. Das bedeutet, es müssen geschlechtergerechte Sanitäranlagen vorhanden sein, ebenso Speisen und Getränke, Internetverfügbarkeit, Stromversorgung sowie Notfallkontaktstellen und -verfahren.

Studie von 2019: Grade einmal drei Prozent sind EU-weit zertifiziert

Laut einer Studie von 2019, an der die IRU beteiligt war, gibt es in der EU 300.000 Lkw-Parkplätze. Das sind aber nicht genügend, um den bestehenden Bedarf zu decken, so der Verband: Dafür benötigt die Branche 100.000 Plätze mehr. Nur 7.000 der bestehenden Parkplätze, und damit weniger als 3 Prozent, befänden sich in zertifizierten sicheren Bereichen.

"In den Jahren 2021 und 2022 kamen mehrere Projekte in den Genuss von EU-Mitteln. Während jedoch die Projekte im Zusammenhang mit sicheren Parkplätzen im Jahr 2021 mit zweistelligen Beträgen gefördert wurden, war die Mittelabsorption im Jahr 2022 nicht zufriedenstellend. Die Situation ist nach wie vor kritisch, und es besteht weiterhin ein erhebliches Defizit an Parkplätzen in ganz Europa", so IRU-Direktorin Raluca Marian.

Am 10. Oktober 2023 findet ein virtueller Informationstag zum CEF-Förderaufruf 2023 statt. Die Antragsfrist endet am 30. Januar 2024.

>>>Hier geht´s zur Ausschreibung (in Englisch)

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