Schuon bringt Batteriebranche und Logistik zusammen

13.07.2026 07:35 Uhr | Lesezeit: 3 min
Batterie-Tag der Alfred Schuon Group
Beim anschließenden Networking vertieften die Teilnehmenden den fachlichen Austausch und diskutierten neue Ansätze für Kooperationen entlang des Batterie-Lebenszyklus
© Foto: Alfred Schuon Group

Beim Batterie-Tag der Alfred Schuon Group standen KI, Second Life und Recycling von Energiespeichern im Mittelpunkt.

Batterie-Tag rückt Kreislaufwirtschaft in den Fokus

Die Alfred Schuon Group hat bei ihrem ersten Batterie-Tag in Wildberg-Sulz am Eck Fachleute aus Logistik, Industrie, Recycling und Batterietechnologie zusammengebracht. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aktuelle Herausforderungen rund um Batterien und Energiespeicher sowie Lösungen für einen nachhaltigen Umgang mit den Systemen über deren gesamten Lebenszyklus hinweg.

Die Teilnehmer diskutierten insbesondere über Digitalisierung, Wiederverwendung und Recycling von Batteriesystemen.

Batterie-Lebenszyklus wird strategisches Thema

Mit dem Hochlauf der Elektromobilität und stationärer Energiespeicher wächst die Bedeutung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Dabei geht es nicht nur um die Produktion und Nutzung von Batterien, sondern auch um deren Überwachung, Wiederaufbereitung und Rückführung wertvoller Rohstoffe.

Nach Ansicht der Veranstalter sind Logistik und Batterietechnologie dabei eng miteinander verknüpft.

KI und Datenanalyse unterstützen Batteriemanagement

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf digitalen Lösungen zur Überwachung und Analyse von Batteriesystemen.

Vorgestellt wurden unter anderem Technologien, die:

  • Batteriezustände kontinuierlich überwachen,
  • Alterungsprozesse analysieren,
  • Risiken frühzeitig erkennen,
  • und Wartungsaufwände reduzieren.

Die Kombination aus Sensorik, Datenanalyse und Künstlicher Intelligenz soll dabei helfen, Sicherheit und Effizienz im Umgang mit Energiespeichern zu erhöhen.

Zweites Leben für Batterien

Große Bedeutung messen Branchenvertreter der sogenannten Second-Life-Nutzung bei. Batterien, die für den ursprünglichen Einsatz nicht mehr geeignet sind, können in anderen Anwendungen weiterhin genutzt werden.

Dadurch lassen sich:

  • Ressourcen schonen,
  • Nutzungszeiten verlängern,
  • und zusätzliche Wertschöpfungspotenziale erschließen.

Parallel gewinnen regulatorische Anforderungen und Fragen der Produzentenverantwortung zunehmend an Bedeutung.

Automatisierung soll Recycling beschleunigen

Ein weiterer Themenblock beschäftigte sich mit der industriellen Aufbereitung von Batteriesystemen. Moderne Robotik- und Bildverarbeitungssysteme sollen die bislang häufig manuelle Demontage von Batteriepacks automatisieren.

Die Unternehmen sehen darin einen wichtigen Schritt, um wachsende Mengen von Altbatterien künftig wirtschaftlich verarbeiten zu können.

Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Zum Abschluss stand der Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren im Vordergrund. Die Diskussionen machten deutlich, dass eine funktionierende Kreislaufwirtschaft nur durch die Zusammenarbeit von Herstellern, Logistikunternehmen, Technologieanbietern und Recyclern möglich ist.

Ein gemeinsames Verständnis über den gesamten Lebenszyklus von Batterien gilt dabei als wesentliche Voraussetzung für weitere Fortschritte.


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