Vom Ein-Mann-Fuhrbetrieb zum internationalen Logistikdienstleister

24.06.2026 15:59 Uhr | Lesezeit: 3 min
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Der neue 75-Jahre-Jubiläumstruck wurde just-in-time zur Firmenfeier ausgeliefert
© Foto: Schuon

Vor 75 Jahren wurde das Fuhrunternehmen Alfred Schuon gegründet, bei einer Jubiläumsfeier erinnerte der Logistiker an die Erfolgsgeschichte des Haiterbacher Unternehmens.

Die Alfred Schuon Group hat 75 Jahre Unternehmensgeschichte gefeiert, das Unternehmen wurde 1951 als Ein-Mann-Betrieb mit einem einzigen Lkw gegründet und hat sich heute zu einem europaweit agierenden Logistikdienstleister entwickelt. Das Wachstum der Alfred Schuon Group ist dabei eng mit dem Einsatz ihrer Beschäftigten verbunden. „Sie haben die Entwicklung unseres Unternehmens über Generationen hinweg begleitet, neue Geschäftsfelder mit aufgebaut und Veränderungen aktiv mitgestaltet“, sagt Alexander Schuon und ergänzt: „Ihr Know-how und ihre Verbundenheit zum Unternehmen sind bis heute wichtige Erfolgsfaktoren.“

Eine Unternehmensgruppe mit über 600 Beschäftigten

Die Entwicklung des Unternehmens ist beeindruckend. Heute arbeiten über 600 Menschen für die Unternehmensgruppe; über 350 disponierte Fahrzeuge und mehr als 130.000 Quadratmeter Lagerfläche an sechszehn Standorten in Deutschland, Ungarn und Polen bilden das Rückgrat der Leistungen. Sein Jubiläum feierte das Familienunternehmen nun gemeinsam mit Kunden, Geschäftspartnern sowie Vertretern aus der Politik. Im September folgt ein Fest für Mitarbeitende und ihre Familien.

Start mit einem gebrauchten Kipperfahrzeug

Im Jahr 1951 machte der damals 24-jährige Maurergeselle Alfred Schuon sich mit einem gebrauchten Kipper vom Typ Mercedes L 3500 als Fuhrunternehmer selbstständig. Er übernahm Misttransporte für Landwirte, Fuhrdienste für ein Schotterwerk und auch Winterdienste mit einem Schneepflug für die Stadt Haiterbach. Am 22. Juni 1951 meldete Alfred Schuon das Gewerbe offiziell an. 1964 stieg Alfreds Sohn Theo in den Betrieb ein. Mitte der 1970er Jahre erwarb Schuon die erste Fernverkehrsgenehmigung, erweiterte den Fuhrpark und stieg in den Fernverkehr ein. 1979 wurde die Einzelfirma dann in die Alfred Schuon GmbH umgewandelt, Theo Schuon übernahm die Geschäftsführung.

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Theo Schuon (links) und Andrea Marongiu vom Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg vor dem Jubiläumstruck
© Foto: Schuon

Ausbau der Lagerlogistik-Dienstleistungen

Unter der Leitung von Theo Schuon wuchs das Familienunternehmen weiter: 1981 zog der gesamte Betrieb ins Haiterbacher Industriegebiet – bis heute Hauptsitz der Alfred Schuon Group. Als neuer Geschäftsführer trieb er ebenfalls den Ausbau des Fuhrparks und der Lagerlogistik-Dienstleistungen voran. „Volumentransporte und maßgeschneiderte Logistiklösungen sind heute zentrale Bestandteile unseres Portfolios. Den Grundstein dafür haben wir damals gelegt“, sagt Theo Schuon rückblickend.

Übergabe an die dritte Generation

In den 2000er-Jahren übernahm die dritte Generation Verantwortung im Familienunternehmen: 2004 stieg Tochter Sandra Grimm ein, gefolgt von Sohn Alexander Schuon im Jahr 2006 und Tochter Bianca Kuppetz 2008. Alexander Schuon forcierte den Ausbau der Kontraktlogistik an Kundenstandorten sowie in eigenen Logistikzentren. Ein Meilenstein war der Einstieg in die Batterielogistik: 2020 nahm das Logistikcenter Wildberg I den Betrieb auf, 2025 folgte mit Wildberg II das bislang größte Bauprojekt der Firmengeschichte. Zum Jahreswechsel 2024/2025 übergab Theo Schuon die Nachfolge an seine Kinder Sandra Grimm, Bianca Kuppetz und Alexander Schuon; letzterer wurde Mehrheitseigner. Theo Schuon blieb weiterhin Geschäftsführer.

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Geschäftsführer Alexander Schuon blickte auf die Entwicklung der vergangenen 75 Jahre zurück und gab einen Ausblick auf die Zukunft des Familienunternehmens
© Foto: Schuon

Wachstum mit einer klaren Nachhaltigkeitsstrategie

Ein zentrales Thema für die Zukunft des Transport- und Logistikunternehmens ist Nachhaltigkeit. „Wir verfolgen eine klare Nachhaltigkeitsstrategie und denken sie bei allen Prozessen konsequent mit“, betont Alexander Schuon. Sichtbar wird das beispielsweise am neuen Logistikcenter Wildberg II: Es erfüllt die Anforderungen des DGNB‑Gold‑Standards, verzichtet vollständig auf fossile Energieträger, nutzt eine elektrische Wärmepumpe zur Klimatisierung und bezieht Strom aus einer über die gesamte Hallenfläche installierten PV‑Anlage. Parallel elektrifiziert die Group ihre Flotte: Mehrere eActros sind in regionalen Werksverkehren im Einsatz; ein MAN eTGX ermöglicht nun vollelektrische Volumentransporte.


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