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Schienengüterverkehr: Verbände überreichen Gleisanschluss-Charta

31.01.2024 15:38 Uhr | Lesezeit: 4 min
Verbaende_Gleisanschluss-Charta_Ueberreichung
Die aktualisierte Gleisanschluss-Charta, die von den Verbänden überreicht wurde, sieht 97 Maßnahmen vor
© Foto: VDV/BME/Tanja Marotzke

Um den Schienengüterverkehr zu stärken, braucht es Gleisanschlüsse in der Fläche, hierfür setzt sich ein Bündnis aus 56 Verbänden ein.

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Auf dem 17. BME-/VDV-Forum Schienengüterverkehr haben 56 Verbände die aktualisierte Gleisanschluss-Charta an Michael Theurer (FDP), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr und Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr von VDV-Vizepräsident überreicht.

Die Verbände Organisationen aus Industrie, Handel, Logistik, Bau-, Land- und Holzwirtschaft, Recycling und Kommunen setzen sich auf Initiative des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) für die Stärkung und Förderung von Gleisanschlüssen im deutschen Schienennetz ein. Die Gleisanschluss-Charta wurde nach 2019 erstmals aktualisiert.

„Seit der Erstauflage 2019 wurden bereits viele Vorschläge der Charta umgesetzt oder befinden sich in Umsetzung. Doch wir sind noch längst nicht am Ziel und es sind weitere Themenfelder hinzugekommen. 56 Unterzeichnerorganisationen unterbreiten Maßnahmenvorschläge, damit wir mit mehr und modernen Gleisanschlüssen den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken – und das Klima schützen“, sagte VDV-Vizepräsident Joachim Berends anlässlich der Überreichung der Charta.

Ziel: Mehr Gleisanschlüsse in der Fläche

Fehlende Gleisanschlüsse vor Ort wirken sich negativ auf Schienengüterverkehrsangebote aus: Wagenladungsverkehre beispielsweise bauen auf kundennahe Zugangsstellen auf. Damit auch diese Systeme einen Beitrag zum Verkehrswachstum auf der Schiene leisten können, bedarf es einer deutlichen Stärkung ihrer Zugangsstellen. Dafür setzt sich das Bündnis ein. „Nur mit möglichst vielen Zugangspunkten für den Schienengüterverkehr werden wir unser Ziel erreichen, Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern und den Anteil des Schienengüterverkehrs bis 2030 auf 25 Prozent zu erhöhen“, sagte Staatssekretär Theurer bei der Übergabe der Gleisanschluss-Charta 2024.

Zum Bündnis gehört auch der Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL). Aus dessen Sicht können nur alle Verkehrsträger gemeinsam die Transformation bewältigen. „Die Verlader haben ein großes Interesse an der (Re-) Aktivierung von Gleisanschlüssen, das gilt umso mehr vor dem Hintergrund der Verkehrsprognose für den Straßengüterverkehr und dem Zustand der vorhandenen Infrastruktur“, sagte BWVL-Hauptgeschäftsführer Markus Olligschläger.

Maßnahmen für kundennahe Zugangsstellen

Die Gleisanschluss-Charta zielt darauf ab, den Schienengüterverkehr durch bessere Rahmenbedingungen für Gleisanschlüsse und kundennahe Zugangsstellen zu stärken. Sie soll die verkehrspolitische Diskussion auch auf die Anbindung von Zugangsstellen an das öffentliche Eisenbahnnetz lenken und konkrete Maßnahmenvorschläge für eine bedarfsgerechte Schieneninfrastruktur liefern. Die Charta verfolgt fünf Hauptziele und schlägt 97 konkrete Maßnahmen vor, um den Schienengüterverkehr zukunftsfähig zu machen und den Marktanteil der Schiene zu erhöhen. Sie befasst sich auch mit der Stärkung tri- bzw. multimodaler Knotenpunkte und Umschlagterminals, um effiziente Transportsysteme zu ermöglichen.

Helena Melnikov, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME), erklärte: „Wir unterstützen die zentralen Forderungen der Charta nach Kräften. Es geht jetzt vor allem darum, Bürokratie abzubauen und Regularien zu vereinfachen. Gleichzeitig müssen die Gleisanschlussförderung verbessert, mehr Gewerbeflächen an die Schiene angebunden und neue Transportkonzepte unter Einbindung von Gleisanschlüssen geschaffen werden.“

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