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Schienengüterverkehr: Neue Bahntrasse via Inn-Unterquerung möglich aber teuer

Für die Anwohner an der geplanten neuen Bahnstrecke bei Rosenheim Richtung Brenner gibt es aus Sicht örtlicher Politiker keine allzu guten Nachrichten
© Foto: Dachser

Mehr Güter auf die Schiene klingt erst einmal gut. Doch der Bau neuer Gleise zum künftigen Brenner Basistunnel sorgt in Bayern seit langem für Proteste. Nun geht es um ein Teilstück bei Rosenheim - und die Region ist mit den Ergebnissen der Bahn erneut unzufrieden.


Datum:
14.09.2022
Autor:
Stefanie Schuhmacher/ dpa
Lesezeit: 
2 min
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Für die Anwohner an der geplanten neuen Bahnstrecke bei Rosenheim Richtung Brenner ist es aus Sicht örtlicher Politiker keine allzu gute Nachricht: Eine von ihnen gewünschte Unterquerung des Inns nördlich von Rosenheim ist zwar möglich, aber hochkomplex und teuer. Auf dem Abschnitt entstünden Mehrkosten von rund drei Milliarden Euro, teilte die Deutsche Bahn mit.

Weil das Gelände ansteige, liege eine Herausforderung darin, die Strecke nach der Unterquerung des Flusses wieder auftauchen zu lassen. Dabei seien auch querende Gewässer, Schutzgebiete und Erdgasspeicher zu beachten. Die Bauzeit für die Strecke würde sich um zwei bis drei Jahre über 2038 hinaus verlängern. Schon länger war für eine mögliche Fertigstellung das Jahr 2040 im Raum.

Die neuen Gleise sollen in zwei Planungsabschnitten von Grafing im Landkreis Ebersberg bis zur österreichischen Grenze verlaufen und die Kapazitäten zum Brenner Basistunnel erhöhen, an dem in Österreich und Italien gebaut wird. Die Bahn hat für beide Abschnitte favorisierte Trassen vorgestellt und treibt die Planungen voran. Südlich von Rosenheim ist eine Inn-Unterquerung schon geplant. Voraussichtlich 2025 soll der Bundestag über den Brenner Nordzulauf entscheiden.

Bürgerinitiativen kämpfen seit Jahren gegen den Neubau. Sie halten eine Modernisierung der bestehenden Trasse für ausreichend. Neue Gleise brächten mehr Verkehr und Lärm ins stark belastete Inntal.

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