Stockholm/Schweden. Mit 58.000 verkauften Lastwagen und 6000 Bussen (2005) erreicht der schwedische Scania-Konzern bei weitem nicht die Größenordnungen der weltweiten Marktführer DaimlerChrysler und Volvo mit einem Jahresabsatz von je 200.000 Nutzfahrzeugen. Aber das 1891 gegründete Traditionsunternehmen gilt in der insgesamt boomenden Branche vor allem wegen seiner hohen Produktivität als Perle. Der eigenwillige Konzernchef Leif Östling konnte für die erste Hälfte dieses Jahres eine Steigerung beim Nettogewinn um 22 Prozent auf 2,8 Milliarden Kronen (303 Millionen Euro) bei einem Umsatz von 35 Milliarden Kronen (plus 19 Prozent) vermelden. 1991 betrieb die Wallenberg-Familie als traditionell wichtigster Scania-Eigner die Trennung vom PKW-Hersteller Saab, der dann an General Motors verkauft wurde. Neun Jahre später stieg der Volkswagen-Konzern mit der Übernahme von 18,7 Prozent des Aktienkapitals ein, mischte sich aber nicht in das operative Geschäft der Schweden. Scania stellt mit weltweit 30.000 Beschäftigten Schwerlaster von 16 Tonnen sowie Großbusse her. Im letzten Jahr kamen zu 52.000 LKW 6000 Busse hinzu. Der Hauptsitz ist seit 1911 in Södertälje südwestlich von Stockholm. (dpa/tz)
Scania: Steigerung beim Nettogewinn um 22 Prozent
Schwedischer Nutzfahrzeughersteller gilt in der boomenden Branche wegen seiner hohen Produktivität als Perle