Appenweier. Die Sass-Trans GmbH mit Sitz im baden-württembergischen Appenweier hat Insolvenzantrag gestellt. Der Geschäftsbetrieb des Transportunternehmens laufe aber unverändert weiter, teilte die Rechtsanwaltskanzlei Schultze & Braun jetzt mit. Der vorläufige Insolvenzverwalter Stefano Buck von Schultze & Braun verschafft sich demnach derzeit einen Überblick über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und prüft Sanierungsoptionen. Die 92 Arbeitnehmer seien bis einschließlich Oktober über das Insolvenzgeld abgesichert.
Ursache der wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist nach Unternehmensangaben das zu schnelle Wachstum von rund 800.000 Euro Umsatz im Jahr 2015 auf voraussichtlich deutlich mehr als drei Millionen Euro im laufenden Geschäftsjahr. „Sass-Trans hat in den vergangenen Monaten und Jahren zahlreiche neue Aufträge akquiriert. Dafür musste das Unternehmen in neue Mitarbeiter und Fahrzeuge investieren.
Gleichzeitig konnten die internen Kostenstrukturen nicht schnell genug an das starke Wachstum angepasst werden“, erläutert der vom Amtsgericht Offenburg bestellte vorläufige Insolvenzverwalter. Hinzu kamen demnach Verluste im Geschäftsbereich Paketzustellung. Beides habe die Liquidität belastet und schließlich zu dem Insolvenzantrag geführt.
Das Ziel: den Geschäftsbetrieb stabilisieren
Buck informierte sich bereits persönlich vor Ort und informierte die Belegschaft über das Verfahren. Vorrangiges Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren. „Ich bin nach meinen ersten Eindrücken zuversichtlich, dass uns eine Lösung gelingen wird. Dabei sollen nach Möglichkeit der Standort und so viele Arbeitsplätze wie möglich erhalten werden“, sagte Buck. (ag)
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