Stockholm. Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat im ersten Quartal die erwartet hohen Verlust eingeflogen. Wie das teilstaatliche Unternehmen am Dienstag in Stockholm mitteilte, fiel das Minus von 748 Millionen schwedischen Kronen (69,6 Millionen Euro) geringer aus als im Vergleichszeitraum des Vorjahres mit 1,2 Milliarden Kronen. Der Umsatz ging um 8,5 Prozent von 12,4 auf 11,4 Milliarden Kronen zurück. SAS gilt seit längerem als Kandidat für eine Übernahme durch die deutsche Lufthansa. Konzernchef Mats Jansson nannte neben der branchenüblichen Schwäche zum Jahresauftakt die „fast einmalig kräftige Abwärtsentwicklung der Weltkonjunktur“ als Hintergrund. Der Gesamtverlauf dieses Jahres sei „völlig unberechenbar“. Bereits eingeleitete Sparmaßnahmen würden sich aber bis Jahresende positiv bemerkbar machen. Mit dem Programm „SAS Core“ will das in Dänemark, Norwegen und Schweden gemeinsam betriebene Unternehmen bis 2011 vier Milliarden Kronen einsparen. Man habe auch „Bereitschaftspläne“, falls die wirtschaftliche Gesamtentwicklung noch schlechter ausfallen werde als ohnehin befürchtet, meinte Jansson. SAS hatte zum Jahresauftakt den Verkauf seiner chronisch mit Verlust gelaufenen spanischen Tochter Spanair abgeschlossen. Ebenfalls zum Jahresbeginn bekam das Unternehmen frisches Kapital mit der Neuausgabe von Aktien über sechs Milliarden Kronen. Die Emission sei bis zum Ende des Quartal um 25 Prozent überzeichnet gewesen, hieß es aus Stockholm. (dpa)
SAS startet 2009 mit hohen Verlusten
Skandinavische Fluggesellschaft mit hohen Verlusten im ersten Quartal