Die Sächsische Industrie- und Handelskammern (IHK) fordern von der Deutschen Bahn einen verbindlichen Zeitplan für den Ausbau der Zugstrecke Chemnitz-Leipzig. Die Strecke sei für die wirtschaftliche Entwicklung Sachsens von zentraler Bedeutung und schaffe die Grundlage für eine leistungsfähige Mobilität von Fachkräften und Gütern, teilten die IHK Chemnitz und die IHK zu Leipzig gemeinsam nach einem neuerlichen Gespräch mit der Bahn mit. Konkrete Aussagen zu Baustart und Fertigstellung seien aber auch nach diesem dritten Bahngespräch ausgeblieben, was für die Wirtschaftsregion enttäuschend sei.
Wirtschaft fordert Priorisierung des Bahnprojekts
Für die Kammern sei dieses Vorhaben eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte, es müsse endlich priorisiert und beschleunigt werden, hieß es. Die beiden IHK erwarteten von der Deutschen Bahn, dass spätestens in diesem Frühjahr konkrete Planungen für den Nordabschnitt (Geithain-Leipzig) sowie eine verbindliche Zeitschiene für den Südabschnitt (Chemnitz-Geithain) vorliegen.
Bahnprojekt liegt deutlich hinter dem Zeitplan
Die Wirtschaft stehe geschlossen hinter diesem Ausbau, betonen die Kammern. Das zeige die Online-Petition der IHK Chemnitz mit inzwischen fast 8000 Unterstützern. Im vergangenen Sommer seien zusätzliche Mittel in Höhe von 9,3 Millionen Euro im sächsischen Haushalt für die Planung gesichert worden. Dennoch liege das Projekt deutlich hinter dem ursprünglichen Zeitplan, so die Kritik aus der Wirtschaft.