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Rostocker Hafen mit deutlichem Minus beim Holzumschlag

Der Holzumschlag läuft schlecht. Beim Umschlag von Düngemitteln wurde dafür aber das zweitbeste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt
© Foto: RFH

Der Holzumschlag, das Kerngeschäft des Rostocker Fracht- und Fischereihafens, ist 2019 stark zurückgegangen. Zwar kommt ein großes Plus beim Umschlag von Düngemitteln genau zur richtigen Zeit, eine langfristige Lösung muss trotzdem her.


Datum:
07.01.2020
Autor:
John Aukenthaler
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Rostock. Der Rostocker Fracht- und Fischereihafen (RFH) hat das Jahr 2019 mit einem Gesamtgüterumschlag von rund 880.000 Tonnen abgeschlossen. Im Jahr 2018 waren es noch rund 970.000 Tonnen. Beim Holzumschlag, dem Kerngeschäft des Hafens in Rostock-Marienehe, sei der Umschlag um rund minus 26 Prozent gegenüber 2018 auf 390.000 Tonnen gesunken. Dem gegenüber stehe ein Plus beim Umschlag von Düngemitteln auf rund 300.000 Tonnen (2018: 217.000 Tonnen). Charakteristisch für die Umschlagsentwicklung bei anderen Gutarten wie Roheisen, Wasserglas und Split seien saisonale Schwankungen.

„Auch 2019 hat sich das seit längerem sehr unbeständige und schwierige Marktumfeld fortgesetzt“, sagt Steffen Knispel, Geschäftsführer der RFH. „Insbesondere die durch Stürme sowie anhaltende Trockenheit und Borkenkäfer in deutschen Wäldern verursachten Schäden hatten einen weiteren Rückgang bei Holzimporten aus dem Ostseeraum zur Folge.“ Für das Jahr 2020 rechnet der RFH-Geschäftsführer nicht mit einer Entspannung der Situation im Holz-Segment.

Breit aufgestellt in die Zukunft

Um sich unabhängiger von beispielsweise unkalkulierbaren Marktentwicklungen zu machen, fokussiere sich der RFH seit einigen Jahren außerdem darauf, andere Geschäftsfelder stärker zu erschließen. Ein Schwerpunkt ist dem Hafen zufolge, im rund 60 Hektar großen Hafengelände hochwertige Gewerbeflächen zu entwickeln. So sei für insgesamt etwa 2,4 Millionen Euro das Gebäude 217 im Bereich Alter Hafen modernisiert worden, in welchem sich nun der neue Rostocker Dienstsitz des Zollfahndungsamtes Hamburg befindet. Weitere Gebäudesanierungen seien geplant.

Im Juni 2019 habe man außerdem im nördlichen Hafenbereich eine neu gebaute 3.000 Quadratmeter große Lagerhalle in Betrieb genommen. Diese diene der Lagerung von Düngemitteln. In den 72 Meter langen und 39 Meter breiten Neubau und die benötigte Technik seien insgesamt 2,0 Millionen Euro geflossen, die der RFH vollständig aus Eigenmitteln aufgebracht habe. Angrenzend zur Halle entstand eine circa 8.000 Quadratmeter große Schüttgut-Fläche. Auf dieser sollen unterschiedliche Massengüter wie Baustoffe und Kies gelagert werden können. In dieses vom Land zu 75 Prozent geförderte Infrastrukturprojekt wurden laut Hafen 3,6 Millionen Euro investiert. (ja)

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