Reiche schließt Engpässe bei Treibstoffen nicht völlig aus

25.03.2026 13:05 Uhr | Lesezeit: 3 min
Katherina Reiche, Vorstandsvorsitzende Westenergie und Vorsitzende des Nationalen Wasserstoffrates, spricht auf dem Podium.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat Versorgungsengpässe bei Treibstoff in einem Worst-Case-Szenario nicht komplett ausgeschlossen
© Foto: Federico Gambarini/dpa/picture alliance

Es gebe derzeit keinen Mangel bei Kraftstoffen, sagte Wirtschaftsministerin Reiche – wenn der Konflikt nicht ende, könne aber im schlimmsten Fall ein Engpass drohen.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hält Versorgungsengpässe bei Treibstoff als Folge des Iran-Krieges zumindest für nicht ausgeschlossen. Derzeit sehe man stark steigende Preise, besonders bei Benzin, Diesel und Flugzeugtreibstoff aber keinen Mangel, sagte sie bei der Energiekonferenz CeraWeek in Houston, Texas. Ende der Konflikt nicht, werde man diese aber wahrscheinlich später sehen, im April oder Mai.

Ministerium betont, dass Lieferketten funktionieren

Das Bundeswirtschaftsministerium betonte auf Nachfrage, Reiche habe sich mit ihrer Äußerung „auf ein Worst-Case-Szenario aus unverminderter militärischer Auseinandersetzung im Nahen Osten in Verbindung mit einer dauerhaften Unpassierbarkeit der Straße von Hormus“ bezogen. Die Lieferketten funktionierten, mit Rohöl unter anderem aus Kasachstan und Norwegen. „Wir sehen keine physischen Engpässe in Deutschland.“ Die aktuelle Situation sei mit der Krisenlage 2022 nicht zu vergleichen, heißt es aus dem Ministerium.

Kraftstoffe haben sich enorm verteuert

Auch der Mineralölverband en2x betonte: „Aktuell drohen keine Lieferengpässe bei Benzin, Diesel oder Heizöl. Aber die Versorgungslage weltweit und damit auch in Deutschland ist aufgrund des Nahostkonflikts bereits deutlich angespannt.“ Reiche warne „zu Recht vor weiteren möglichen Auswirkungen des Konflikts“. Seit Beginn des Iran-Krieges hat sich Diesel in Deutschland um mehr als 50 Cent pro Liter verteuert, Superbenzin um rund 30 Cent. Der Dieselpreis lag zuletzt nur noch knapp unter seinem Allzeithoch aus dem März 2022, kurz nach Beginn des Ukraine-Krieges. Zuletzt hatte sich allerdings eine leichte Entspannung bei den Spritpreisen abgezeichnet.


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