Basel. Die Güterverkehrsleistungen auf Deutschlands Straßen, Schienen und Binnenwasserstraßen werden in diesem und im kommenden Jahr um jeweils 2,3 Prozent zulegen. Dies geht aus dem „Verkehrskonjunktur-Report, Herbst 2005“ hervor. Diese neue gemeinsam von ProgTrans und Prognos erstellte Prognose wird erstmals ab Mitte November herausgegeben und soll zukünftig einmal pro Jahr erscheinen. Die Aussagen über die Zunahme der Güterverkehrsleistungen in Deutschland basieren auf Schätzungen von Prognos über die Entwicklung des Bruttoinlandproduktes. Hier gehen die Basler Prognostiker von einem realen Wachstum von 0,8 Prozent im Jahr 2005 und 1,2 Prozent im Jahr 2006 aus. Die Exporte würden in diesem Jahr um real 5,9 Prozent (2006: 6,5 Prozent) und die Importe um real 4,2 Prozent (2006: 5,1 Prozent) zulegen. Laut den Berechnungen von ProgTrans werden in beiden Jahren die grenzüberschreitenden Verkehrsleistungen stark zunehmen, während fürs laufende Jahr bei den Binnenverkehrsleistungen von einem nur schwachen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent und für das Jahr 2006 sogar mit einem leichten Rückgang ausgegangen wird. Stärkstes Wachstumssegment – allerdings auf vergleichsweise niedrigem Niveau – würden in beiden Jahren wie schon in der Vergangenheit die Transitverkehre sein. Diesen sollen 2006 einen Anteil von 17 Prozent an allen Güterverkehren in Deutschlands Landverkehrsnetzen erreichen. Für 2005 geht die Prognose von einem mit 4,2 Prozent relativ hohen Anstieg der Leistungen bei der Binnenschifffahrt aus. Der Zuwachs der Straße werde gleichzeitig 3,3 Prozent betrage, während auf der Schiene mit einem Rückgang um 0,6 Prozent zu rechnen sei. Im Jahr 2006 soll sich hingegen der Zuwachs von insgesamt 2,3 Prozent hingegen ziemlich gleichmäßig auf alle Verkehrszweige (Straße, Schiene. Binnenschifffahrt und Rohrleitungen) verteilen. (tbu)
Prognose: Güterverkehrsleistungen werden in Deutschland weiter kräftig zulegen
Laut dem „Verkehrskonjunktur-Report“ wird für die Jahre 2005 und 2006 mit einem Wachstum von jeweils 2,3 Prozent gerechnet