Bald geht es wieder los: Am 19. September 2026 startet das Oktoberfest. Die Wiesn ist nicht nur das größte Volksfest der Welt, sondern auch eine der komplexesten temporären Logistikleistungen Europas. Jedes Jahr werden Dutzende Großfahrgeschäfte auf der Theresienwiese aufgebaut, die zusammen mehrere tausend Tonnen Material umfassen. Allein die größten Anlagen benötigen zwischen 20 und 70 Lkw-Ladungen, Aufbauzeiten von drei bis 14 Tagen und eingespielte Teams, die jeden Handgriff präzise koordinieren.
Hinter dem Aufbau steckt eine enorme logistische Herausforderung. Die Fahrgeschäfte müssen innerhalb enger Zeitfenster angeliefert, montiert und technisch in Betrieb genommen werden. Gleichzeitig sind Stromversorgung, Sicherheitsprüfungen und behördliche Vorgaben exakt einzuhalten. Wetterbedingungen, Bodenbeschaffenheit oder kurzfristige Änderungen im Ablauf können die Planung zusätzlich erschweren.
Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist der Freifallturm Hangover - The Tower. Die Anlage ist 85 Meter hoch, erreicht Fallgeschwindigkeiten von bis zu 90 km/h und benötigt trotz ihrer Größe nur eine vergleichsweise kleine Grundfläche von 18 mal 21 Metern. Für Transport, Aufbau und Betrieb sind eine detaillierte Einsatzplanung sowie ein erfahrenes Team erforderlich. Der Turm ist europaweit unterwegs und wird regelmäßig auf Großveranstaltungen wie dem Oktoberfest eingesetzt.
In der neuen Folge von VR Funk sprechen Deborah Baran und Christian Bonk mit Schausteller Ewald Schneider darüber, wie genau der 85-Meter-Freifallturm durch Europa transportiert wird, welche technischen und logistischen Herausforderungen beim Auf- und Abbau entstehen und warum eine genaue Planung entscheidend dafür ist, dass die Fahrgeschäfte pünktlich zum Wiesn-Start bereitstehen.