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Paketboom zu Weihnachten: DHL startet in die heiße Phase

Im Dezember gibt es für die Paketdienstleister immer viel zu tun  
© Foto: Jan Woitas/dpa/picture-alliance

Für die Deutsche Post-Tochter startet mit dem Dezember auch wieder die anspruchsvollste Zeit des Jahres. Den hohen Paketmengen will man auch mit mehr Transporten auf der Schiene begegnen.


Datum:
29.11.2021
Autor:
Stephanie Noll
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Hamburg. Knapp vier Wochen vor Weihnachten startet der Marktführer in der Paketbranche, DHL, in die alljährlich heißeste Phase des Transportgeschäfts. „Wir erwarten wieder die gleichen anspruchsvollen Mengen wie im Vorjahr“, sagt der Chef der Hamburger Niederlassung der Deutschen Post DHL. „Aufgrund der Corona-Pandemie und des Lockdowns im Frühjahr haben wir bereits während des Jahres unsere Sortierkapazitäten sowie die Fahrzeugflotte aufgestockt und allein in unserer Niederlassung circa 500 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt.“ Die Hamburger DHL-Niederlassung steuert den Postbetrieb von Otterndorf bei Cuxhaven bis Lüneburg und im Norden bis Bargteheide.

Im Kampf gegen den Klimawandel soll der DHL-Pakettransport in größeren Mengen vom Lkw auf die Bahn verlagert werden. „Von zu Jahresbeginn noch zwei Prozent wurde der Anteil der Pakete, die auf der Schiene transportiert werden, in diesem Jahr bereits auf sechs Prozent gesteigert“, heißt es in einer DHL-Mitteilung. „Für das Weihnachtsgeschäft werden bundesweit an den Wochenenden zusätzlich zu den bestehenden Verbindungen weitere 20 Züge verkehren.“ Langfristig sollen demnach rund 20 Prozent der nationalen Paketsendungen per Schiene transportiert werden.

Andere Situation als im letzten Jahr

Ob nach den Rekordmengen der vorigen Weihnachtssaison auch in diesem Jahr Spitzenwerte erreicht werden, wird in der Paketbranche unterschiedlich beurteilt. DHL hatte sich zuletzt zurückhaltend geäußert. Der Bundesverband Paket & Expresslogistik (Biek), in dem die Konkurrenten des Marktführers organisiert sind, hatte indes nach früheren Angaben ein Plus von drei Prozent für die Monate November und Dezember für möglich gehalten. Die Otto-Tochter Hermes hatte gar einen Zuwachs von neun Prozent für das vierte Quartal prognostiziert. Bei diesen Vergleichen ist aber die veränderte Situation zu berücksichtigen: Ende 2020 waren die stationären Läden - anders als bislang in diesem Herbst - zeitweise geschlossen, was den Boom bei Online-Einkäufen zusätzlich beflügelte.

Angesichts der hohen Sendungsmengen in der Weihnachtszeit raten die Paketdienstleister Verbrauchern, Pakete möglichst frühzeitig aufzugeben. Damit ein Geschenk innerhalb Deutschlands noch rechtzeitig unter dem Weihnachtsbaum liegt, sollte es spätestens am 20. Dezember abgegeben werden - das empfehlen die Deutsche Post und Hermes. (dpa/sn)

 

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