Wien. Seit dem vergangenen Herbst leitet Georg Pölzl die Geschicke der österreichischen Post AG. Jetzt legte er dem Aufsichtsrat sein Konzept für die Reorganisation des Unternehmens mit Blickrichtung Liberalisierung im kommenden Jahr vor. Oberste Priorität hat eine Kostensenkung, die nicht zuletzt durch die Schließung von fast 1000 Postämtern erreicht werden soll. Die Versorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistungen soll sich trotzdem verbessern. Diese Quadratur des Kreises will Pölzl mit Hilfe von etwa 2000 privaten Post-Partnern schaffen. Die Zustellung von Massensendungen soll auf das eigene Tochterunternehmen Feibra übergehen. Deren Mitarbeiter arbeiten zu geringeren Löhnen als die Post-Zusteller. Im Paket- und Logistikgeschäft strebt Pölzl ein jährliches Wachstum von sechs bis neun Prozent an. Kombifracht und temperaturgeführte Logistik stehen dabei im Mittelpunkt. Zusätzliche Impulse erwartet die Post vom zunehmenden Trend zum Internet-Shopping. Die Entwicklung der Auslandstöchter will man allerdings kritisch beobachten und einige von ihnen eventuell noch in diesem Jahr wieder abgeben. (rv)
Österreichische Post steht auf der Kostenbremse
Post-Chef legt Sanierungspläne vor: Im Paket- und Logistikgeschäft strebt Pölzl ein jährliches Wachstum von bis zu neun Prozent an