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Österreich: Speditionskartell muss Millionenstrafe zahlen

Österreich: Speditionskartell muss Millionenstrafe zahlen
Wieder ist eine Tochtergesellschaft der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) in ein Speditionskartell verstrickt gewesen
© Foto: ÖBB

Das Kartellgericht in Wien hat Schenker, Rail Cargo Logistics, Panalpina und Etransa wegen Preisabsprachen zu Geldbußen von insgesamt knapp sechs Millionen Euro verurteilt.


Datum:
09.06.2016
Autor:
André Gieße
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Wien. Das österreichische Kartellgericht hat eine Millionenstrafe gegen vier österreichische Speditionen wegen wettbewerbswidriger Verhaltensweisen verhängt. Schenker Österreich – eine 100-prozentige Tochter der Deutschen Bahn – wurde zu einer Geldbuße von 318.000 Euro verurteilt, Panalpina muss 2 Millionen Euro zahlen, auf Rail Cargo Logistics – ein Speditionsunternehmen der ÖBB-Rail Cargo Group – kommen 184.000 Euro zu und auf die Spedition Etransa 3,5 Millionen Euro. Die Unternehmen hatten zwischen 2005 und 2010 bei Ausschreibungen eines österreichischen Kunden bei Bahntransporten von Stahlrohren nach Russland Preise abgesprochen und Ladungen untereinander aufgeteilt. Das gab die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde in Wien am Mittwoch bekannt.

Involviert war auch die Spedition Kühne + Nagel, die allerdings als Kronzeuge nicht mit meiner Strafe belegt worden ist. „Dem kartellgerichtlichen Verfahren ging ein Kronzeugenantrag der Kühne + Nagel International AG voraus, die lediglich eine untergeordnete Rolle spielte und der in weiterer Folge Bußgeldimmunität zugestanden wurde“, teilte das Kartellgericht mit. Schenker, Panalpina und Rail Cargo Logistics gaben „umfangreiche Anerkenntnisse zu den wettbewerbswidrigen Verhaltensweisen ab“, hieß es weiter. Die Spedition Etransa hatte gegen das Gerichtsurteil Berufung eingelegt, diese wurde allerdings vom Obersten Gerichtshof abgelehnt. Das Unternehmen meldete in der Folge Konkurs an.

Im Januar 2015 hatte das Kartellgericht in Wien schon einmal wegen Preisabsprachen eine Millionenstrafe gegen insgesamt 30 österreichische Speditionen verhängt. Allein 8,5 Millionen Euro davon entfielen damals auf die ÖBB-Gütersparte um die Rail Cargo Austria. (mf/ag)

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