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ÖBB: Kein Tag ohne neue Hiobs-Botschaften

Der ÖBB stehen schwere Zeiten bevor
© Foto: ÖBB

Österreichs Staatsbahn muss für das vergangene Jahr 270 Millonen Euro wertberichtigen


Datum:
13.04.2011
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Wien. Mit jedem Tag werden mehr unglückliche Umstände bekannt, in denen sich die Österreichs Staatsbahn ÖBB befindet. Mit Spannung wird jedenfalls Ende April die Vorlage der Bilanz 2010 erwartet. So viel ist im voraus aber schon bekannt: Die ÖBB müssen für das vergangene Jahr 270 Mio. Euro wertberichtigen. Dieser Betrag ergibt sich aus den Engagements der Gütertochter Rail Cargo Austria (RCA) in Ungarn, Slowakei, Griechenland und Rumänien.

In allen diesen Ländern sind die Rechnungen der Expansion nicht aufgegangen. "Wir haben jetzt Altlasten, die sich leider negativ auf den Abschluss für das Jahr 2010 auswirken", räumt der seit Juni des Vorjahres agierende Konzern-Chef Christian Kern ein. Ein Warnschuss sozusagen vor der Präsentation der definitiven Zahlen. Allein 240 Millionen Euro müssen die ÖBB in Ungarn abschreiben. Für den Kauf der ungarischen MAV Cargo haben die Österreicher 391 Millonen Euro auf den Tisch gelegt. Ein zu hoher Kaufpreis, warnten Experten schon vor dem Deal - 250 Millionen Euro wurden als realistischer Preis genannt. Zu den 391 Millionen kamen noch Investitionszusagen, Schuldenübernahmen und Personalgarantien. In Summe hat sich das Ungarn-Engagement bis heute auf 650 Millionen Euro summiert. Im Wiener Parlament wird derzeit der Deal politisch seziert. Darüber hinaus wurden ehemalige Top-Manager, allen voran ex-RCA-Chef Gustav Poschalko, vorgeladen und aufgefordert, die Geschäfte zu erklären. (mf )

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