Der Güterverkehr von und ins Baltikum treiben das Geschäft des Seehafens Kiel. „2025 war ein gutes Jahr für den Kieler Hafen, da gibt es nur wenig zu meckern“, sagte Geschäftsführer Dirk Claus. Mit einer Steigerung im Vorjahresvergleich um 4,8 Prozent auf 7,965 Millionen Tonnen gab es einen neuen Frachtrekord.
Entwicklung am Ostuferhafen weiter positiv
Die Entwicklung am Ostuferhafen, der mit 3,9 Millionen umgeschlagenen Tonnen erneut knapp die Hälfte des Gesamtumschlags ausmacht, ist demnach ungebrochen positiv. Auf der Route Richtung Baltikum gab es bereits das dritte Jahr in Folge Wachstum. Die Ladungsmenge stieg im Vorjahresvergleich um 8,8 Prozent auf 3,0 Millionen Tonnen. „Die baltischen Staaten orientierten sich immer mehr in Richtung Zentraleuropa“, sagte Claus.
Sorgenkind Schiene
Negativ entwickelt sich dagegen der Schienenverkehr. „Der Intermodalverkehr im Kieler Hafen leidet auch im Jahr 2025 unter der Qualität und den stetig steigenden Preisen und sank auf 8529 Einheiten“, berichtete der Seehafen. 2024 waren es 13.000 Container gewesen. Vor vier Jahren waren es noch 30.000 Einheiten.
„Die wenigen Züge, die bei uns noch fahren, so muss man es formulieren, haben eine Pünktlichkeit von unter 20 Prozent oder um die 20 Prozent. Das hat sehr viele Ursachen“, sagte Claus. Auch im Einzelwagenverkehr sei es immer schwieriger, aufgrund der Zuverlässigkeit, die Ladung auf die Bahn zu transportieren. Er hoffe, den Bahnbereich durch wachsende Gütermengen wieder mehr aktivieren zu können.