Die Anzeichen für einen Aufschwung am Inlandsmarkt in der deutschen Nutzfahrzeugindustrie lassen weiterhin auf sich warten: "Wir können nicht auf Dauer nur auf den Exporterfolg setzen", erklärte Bernd Gottschalk, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), am Donnerstag anlässlich der Eröffnung der 59. Internationalen Automobilausstellung Nutzfahrzeuge in Hannover. "Per Knopfdruck", so Gottschalk weiter, werde sich die Lage allerdings nicht ändern lassen.
Der Ordereingang von Transportern im Inland stabilisiere sich zwar derzeit wieder, für eine dauerhafte Erholung müsse es jedoch zu allererst den Kundenbranchen besser gehen. Auch die Bauwirtschaft müsse sich erholen. Wenn die Konjunktur wieder anspringe, könne 2003 aber durchaus wieder ein besseres Nutzfahrzeugjahr werden, als es derzeit noch in den Büchern stehe, hofft Gottschalk.
In der ersten Jahreshälfte 2002 sei das Geschäft auf vielen Märkten jedoch nur mit halber Kraft gelaufen, beklagte der VDA-Präsident weiter. Allerdings sind bereits erste Anzeichen einer Konsolidierung auf einigen Auslandsmärkten erkennbar. In China entwickele sich der Absatz beispielsweise durchaus dynamisch. (tw)