Hamburg. Das Binnenschiff spielt für die Durchführung von Ver- und Entsorgungsverkehren im Land Hamburg und in Schleswig-Holstein eine wachsende Bedeutung. Zu dieser Einschätzung kommt das Statistikamt Nord in einer jetzt vorgelegten Auswertung für das Jahr 2007. Den Hamburger Hafen bedienten im Berichtsjahr rund 11.200 Binnenschiffe. Das entspricht einem Zuwachs um gut zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vor allem im Containerverkehr mit dem Hamburger Hafen konnte das Binnenschiff punkten. Rund 92.130 Standardcontainer (TEU) wurden 2007 an- und abtransportiert, ein Plus von 1,6 Prozent. Bedeutende Mengenzuwächse gab es im Binnenschiffsverkehr von und nach Hamburg bei festen und flüssigen Massengütern wie Heizöl und Kraftstoffen sowie Kohle. Für Schleswig-Holstein ermittelten die Statistiker knapp 5000 Binnenschiffsanläufe, ein Plus von 15,4 Prozent. Das damit beförderte Güteraufkommen betrug 5,1 Millionen Tonnen (t) (plus 32,5 Prozent). Der mit Abstand wichtigste Hafen für den Binnenschiffsverkehr in Schleswig-Holstein ist Brunsbüttel mit rund 3,3 Millionen t (plus 44,9 Prozent). Ein Grund für diese positive Entwicklung ist die seit 2007 erfolgende Versorgung der in Hamburg anssässigen Norddeutschen Affinerie (NA) mit Kupferzkonzentrat. Dieses wird per Überseefrachter in Brunsbüttel gelöscht und anschließend mit Spezialbinnenschiffen nach Hamburg befördert. In Schleswig-Holstein werden 16 Häfen regelmäßig mit Binnenschiffen ver- und entsorgt. (eha)
Norddeutsche Seehäfen: Binnenschiff kommt zu größerer Bedeutung
Das Binnenschiff spielt für die Durchführung von Ver- und Entsorgungsverkehren im Land Hamburg und in Schleswig-Holstein eine wachsende Bedeutung