Niedrigwasser: Jetzt sind Straße und Schiene gefragt
Fast alle Bundesländer haben wegen des Niedrigwassers Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw beschlossen. Warum sich die Ausfälle der Binnenschifffahrt nur begrenzt kompensieren lassen.
Der Sommer 2026 bleibt nicht nur mit seinen Rekordtemperaturen als Sommer der Extreme im Gedächtnis. Als Folge der andauernden Trockenheit weisen Deutschlands Wasserstraßen, allen voran Rhein und Donau, Pegelstände auf, die den Verkehrsträger Binnenschifffahrt im wahrsten Sinne des Wortes auf Grund laufen lassen.
Um Ausfälle in der Binnenschifffahrt abzufedern, haben viele Bundesländer Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw beschlossen. Auch der Verkehrsträger Schiene soll in die Bresche springen. Doch kann das die wegbrechenden Transportkapazitäten auf den Wasserstraßen überhaupt ansatzweise kompensieren? Branchenvertreter äußern erhebliche Zweifel.
Wie groß der tatsächliche Nutzen der Ausnahmeregelungen aus Sicht der Transport- und Logistikbranche ist, welche Bundesländer welche Vorgaben gelockert haben und welche weiteren Maßnahmen das Verkehrsministerium kurz- und langfristig für eine resilientere Binnenschifffahrt plant.