Zoetermeer/Den Haag. Das niederländische LKW-Transportgewerbe setzt sich gegen die explodierenden Dieselpreise zur Wehr. Am heutigen Donnerstag haben die beiden Fachverbände TLN und EVO (beide in Zoetermeer bei Den Haag ansässig) zu einem landesweiten Aktionstag ausgerufen. Er steht unter dem Motto „ Das Maß ist voll, der Tank ist leer“. Akustischer Höhepunkt der kollektiven Unmutsbekundung ist ein Hupkonzert um exakt 11 Uhr 45, bei dem die LKW-Fahrer, aber auch frustrierte PKW-Fahrer, überall im Land drei Mal kräftig die Hupe betätigen sollen. Darüber hinaus stehen an elf Autobahn-Rastanlagen und Großparkplätzen entlang der besonders stark befahrenen Autobahnen LKW, die mit Protesttransparenten behangen sind. Neben dem allgemeinen Protest gegen die nicht mehr kontrollierbaren Dieselpreise sind die Unternehmen auch darüber verärgert, dass die niederländische Regierung die Mineralölsteuer zum 1. Juli erhöhen will. Derzeit liegt der Mineralölsteuersatz bei 37 Cent (Euro) pro Liter Diesel. Das Transportgewerbe fordert von der niederländischen Regierung den Verzicht auf diese schon seit Monaten geplanten Anpassung. Schon jetzt werde die Luft zum Atmen für die Transportunternehmer immer dünner. Eine Steuererhöhung werde noch mehr Betriebe in Bedrängnis bringen. Anstatt über eine Erhöhung zu beschließen, sollte die Regierung daher eine Senkung der Mineralölsteuer auf den Weg bringen, fordern TLN und EVO. (eha)
Niederlande: Aktionstag wegen explodierender Dieselpreise
Landesweiter Aktionstag am heutigen Donnerstag mit großem Hupkonzert, Verbände fordern Verzicht auf Mineralölsteuererhöhung zum 1. Juli