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NFZ-Markt im Aufwind

NFZ-Produktion zieht an
© Foto: Jörg Koch / ddp

LKW-Produktion in Deutschland steigt 2011 um 11 Prozent. Zuwachs im Inland und beim Export


Datum:
30.12.2010
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Berlin. Die Nutzfahrzeugmärkte haben sich im zu Ende gehenden Jahr stark zurückgemeldet. Das vermeldet der Verband der Automobilindustrie (VDA) heute in einer Pressemitteilung: „Die Erholung geht auch im Jahr 2011 mit großen Schritten weiter", betont VDA-Präsident Matthias Wissmann. Zwar sei das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht, doch der Aufwärtstrend sei klar erkennbar. „Die deutsche Nutzfahrzeugindustrie spürt auch 2011 wieder Rückenwind“, sagt Wissmann.

In der Transporter-Klasse bis 6 Tonnen rechnet der VDA für das ablaufende Jahr mit 195.000 Neuzulassungen im Inland. Der Markt habe sich besser entwickelt als erwartet. Im kommenden Jahr sieht der VDA in Deutschland mit rund 206.000 Einheiten wieder den Schnitt der letzten zehn Jahre erreichbar. In der schweren Klasse über 6 Tonnen werden laut VDA 2010 voraussichtlich etwa 70.000 Lkw in Deutschland neu zugelassen – ein Anstieg um 14 Prozent. Für das nächste Jahr erwartet der der Verband erneut ein Plus von 14 Prozent auf rund 80.000 Neuzulassungen Im Rekordjahr 2008 wurden in Deutschland fast 100.000 Einheiten abgesetzt. Wissmann: „Bei den schweren Lkw war die Krise deutlich stärker ausgeprägt als bei den Transportern. Das Niveau ist noch deutlich von der Vorkrisenzeit entfernt, aber die großen Lastwagen fahren schneller als erwartet aus der Krise. Die Wende ist geschafft und der Aufwärtstrend stabil.“

Noch deutlich stärker als die Inlandsnachfrage hat sich nach Angaben des VDA im ablaufenden Jahr der Export entwickelt. Die deutschen Nutzfahrzeughersteller haben 2010 rund 160.000 Transporter (plus 46 Prozent) ausgeführt. Im Jahr 2011 erwartet der Automobilverband einen moderaten Anstieg auf 170.000 Einheiten. Der Export schwerer Lkw stieg 2010 um 65 Prozent auf 70.000 Fahrzeuge. Im kommenden Jahr werden die Hersteller etwa 90.000 in Deutschland produzierte schwere Lkw exportieren – ein Plus von fast 30 Prozent, so die Prognose des VDA.

Auch die Auftragseingänge aus dem Ausland ließen ein weiter anziehendes Geschäft erwarten. In der Transporter-Klasse seien die Auslandsorders im Zeitraum von Januar bis November um 43 Prozent gestiegen, in der schweren Klasse sogar um 126 Prozent. „Wir gehen davon aus, dass die Produktion von Nutzfahrzeugen 2011 um 11 Prozent auf 380.000 Einheiten anzieht“, so Wissmann. Insbesondere die Fertigung schwerer Lkw soll demnach kräftig zulegen, um voraussichtlich 25 Prozent auf 137.000 Einheiten. Für das Transporter-Segment erwartet der VDA ein moderateres Produktionswachstum von 5 Prozent auf 235.000 Fahrzeuge.

Der Aufschwung in der Transportwirtschaft hat sich laut VDA auch bei den Trailer-Herstellern positiv bemerkbar gemacht. Im Jahr 2010 zog der Inlandsabsatz von Sattelaufliegern um knapp 30 Prozent auf voraussichtlich 21.800 Einheiten an. Für 2011 erwartet der VDA ein Plus von 22 Prozent auf 26.500 Stück. Damit bleibt das Absatzniveau aber noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau von 41.000 Sattelaufliegern im Jahr 2008. 2009 war der Markt um rund 60 Prozent eingebrochen. Bei den Mehrachsanhängern war der Rückgang in der Krise weniger heftig. Für 2011 erwartet der VDA hier einen moderaten Anstieg des Inlandsabsatzes um 4 Prozent auf 22.000 Einheiten.

Weltweit wird der Absatz schwerer Nutzfahrzeuge 2011 wieder deutlich steigen: VDA-Präsident Wissmann erwartet ein Wachstum von 8 Prozent auf 3,1 Millionen Fahrzeuge. Dabei spielten die neuen Nutzfahrzeugmärkte Brasilien, China, Indien und Russland weiter eine entscheidende Rolle, allerdings mit unterschiedlicher Dynamik. In Brasilien soll der Absatz schwerer Nutzfahrzeuge nach Jahren des Wachstums voraussichtlich um 10 Prozent auf 140.000 Einheiten zurückgehen. China bleibt nach Ansicht von Wissmann auch 2011 der dominierende Nutzfahrzeugmarkt der Welt, der Absatz wachse allerdings nur noch um etwa 2 Prozent auf 1,3 Millionen schwere Lkw. Indien und Russland legten dagegen deutlich zu: Für Indien erwartet der VDA ein Plus von 17 Prozent auf 360.000 Einheiten, der russische Markt wächst voraussichtlich um 24 Prozent auf 82.000 Fahrzeuge. Auch die klassischen Nutzfahrzeugmärkte sind laut VDA im Aufwärtstrend: In den USA soll der Absatz um 29 Prozent auf 279.000 Einheiten klettern. In Westeuropa erwartet der VDA ein Anstieg um 18 Prozent auf 233.000 Stück. (ak)

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