Paris. Kann ein auf Neuwagentransporte spezialisiertes Unternehmen auch andere Güter transportieren und sich zusätzliche Märkte eröffnen? Angesichts der aktuellen Flaute im heimischen PKW-Verkauf stellt sich diese Frage dem entsprechenden französischen Gewerbe immer dringlicher. Dass Diversifizierung möglich ist, zeigt das Beispiel der mit 44 Standorten europaweit vertretetenen Gruppe STVA.
Die zur Frachtsparte der Staatsbahn SNCF–Geodis gehörende Tochter kam zuletzt mit 2500 Beschäftigten auf einen Umsatz von 360 Millionen Euro, wie das Fachmagazin L’Officiel des Transporteurs berichtet, und hat sich gleich zu Beginn der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise vor fünf Jahren auf deren Konsequenzen eingestellt. Das Leistungsspektrum wurde von PKW-Transporten ab Werk auf Gebrauchtwagentransporte sowie auf Lang- und Kurzdauer-Vermietungen ausgeweitet. Ferner habe man den Exportsektor ausgeglichener gestaltet, auf den die Hälfte vom Umsatz entfalle, erklärte der für den Strassentransport verantwortliche Generaldirektor Xavier Bourgeois.
Das Ziel sei, im Exportgeschäft möglichst auf den meisten internationalen Märkten präsent zu sein, um die STVA-Fahrer auf 200 bis 220 Stunden bringen zu können. Die SNCF-Geodis-Tochter begnügt sich zudem nicht nur damit, Fahrzeuge von Frankreich nach Deutschland, Benelux oder Rumänien zu transportieren, sondern ist als Transporteur auch im Innern einiger Länder aktiv. (jb)