Taranto. Mit dem neuen Jahr hat die Firma Tomassos den Fährbetrieb zwischen Taranto im Süden Italiens und Catania aufgenommen. Dreimal in der Woche sollen Lastwagen über das Meer von und nach Sizilien gebracht werden. Elf Stunden dauert die Fahrt. Bis zu 120 LKW können auf einer Fähre untergebracht werden. Die notorisch überlastete Staatsstraße 106, die “Ionico”, die zudem zur gefährlichsten Straße Italiens gekürt wurde, kann mit diesem Service entlastet werden. Die Tomassos betreibt bereits einen ähnlichen Service für LKW auf der Strecke Neapel-Catania. Bis jetzt ist die Überfahrt nur für LKW mit Fahrern geplant. Doch wird bei entsprechendem Zuspruch das Angebot erweitert werden. Der Hafendirektor von Taranto, Sandro Pericone, ist begeistert von dem neuen Service: “Der Korridor 8 ist auf die lange Bank geschoben. Solange können wir nicht warten”. Er sucht jetzt private Unternehmer, die eine weitere Route eröffnen könnten: von Taranto über Saloniki bis nach Burgas. Ziel: den Schwerverkehr aus dem Balkan auf eine "Autobahn des Meeres" umzuleiten. (vr/rp)
Neuer Fährservice für LKW in Süditalien
„Meeresautobahn“ entlastet gefährliche Staatsstraße 106