-- Anzeige --

Neuer Biosprit ab 2011

Laut Bundesumweltministerium können 90 Prozent der Fahrzeuge den Biosprit tanken

Benzin darf in Zukunft zu Umweltschutzzwecken bis zu zehn Prozent Ethanol enthalten / Der Naturschutzbund Deutschland kritisiert die Entscheidung


Datum:
27.10.2010
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Berlin. Ab Januar 2011 können Autofahrer Sprit mit einem zehnprozentigen Pflanzen-Anteil tanken. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch die Erhöhung des Ethanol-Anteils bei bestimmten Sorten von fünf auf zehn Prozent. Das sogenannte E10 soll zusätzlich zu den üblichen Kraftstoffsorten vertrieben werden. Damit wird eine EU-Richtlinie umgesetzt. Laut Umweltministerium können 90 Prozent aller Fahrzeuge den neuen Biosprit tanken.

Der Bundesrat muss dem Plan noch zustimmen, die Zustimmung gilt aber als sicher. Der bisherige Biosprit mit einem fünfprozentigen Ethanol-Anteil wird zusätzlich bis 2013 weiter angeboten. Mit der Änderung will die Regierung ihre Klimaschutzbemühungen intensivieren. Bis 2020 sollen zehn Prozent des Energieverbrauchs im Verkehr aus Öko-Energien wie Pflanzen-Sprit kommen.

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) kritisierte den Beschluss. "Die Öko- und Klimabilanz von Ethanol, das aus zucker- oder stärkehaltigen Pflanzen hergestellt wird, ist äußerst umstritten", sagte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Die Umwandlung von Wald, Weide- oder Brachland in Ackerland könne dazu führen, dass deutlich mehr Kohlendioxid freigesetzt werde als später durch Biokraftstoffe eingespart wird. 

Die Biokraftstoffindustrie begrüßt hingegen den Beschluss des Bundeskabinetts. "Die Verbraucher tanken einen qualitativ verbesserten Kraftstoff, da sich wegen der Erhöhung des Ethanolanteils die Oktanzahlen verbessern. So ist er mit Super Plus vergleichbar", sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB). Der Klimaschutz sei ein Gewinner, denn nachhaltig produzierte Biokraftstoffe reduzieren die Emissionen von Treibhausgasen im Verkehrsbereich. Die Gefahr höherer Preise für Benzin durch E10 bestehe nicht, da durch die Beimischung von zehn Prozent Ethanol Kosten von deutlich weniger als einem Cent pro Liter Benzin entstehen. (dpa/ab)

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.