Daimler Truck, Volvo, Toyota Motor sowie mehrere Unternehmen aus den Bereichen Energie- und Infrastrukturversorgung wollen ihre Aktivitäten rund um Wasserstoff künftig enger abstimmen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, ein leistungsfähiges Wasserstoff-Ökosystem für den Straßengüterverkehr aufzubauen und die Technologie wirtschaftlich attraktiver zu machen.
Zu den Partnern zählen neben den Nutzfahrzeugherstellern auch Bosch Air Liquide, TotalEnergies, Teal Mobility und MB Energy.
Während viele Hersteller verstärkt auf batterieelektrische Antriebe setzen, sehen einige Unternehmen in der Brennstoffzellentechnologie eine zusätzliche Option für den Schwerlastverkehr. Wasserstofffahrzeuge bieten potenzielle Vorteile bei Reichweite und Betankungszeit, insbesondere im Fernverkehr.
Daimler Truck, Volvo und Toyota arbeiten bereits gemeinsam über das Unternehmen Cellcentric an der Entwicklung von Brennstoffzellensystemen für schwere Nutzfahrzeuge.
Trotz zunehmender Aktivitäten bleibt die Verbreitung von Wasserstoff-Lkw bislang überschaubar. Erste Fahrzeuge befinden sich überwiegend noch in Pilotprojekten oder kleineren Flotteneinsätzen.
Daimler Truck plant nach eigenen Angaben, Ende des Jahres eine erste Kleinserie wasserstoffbetriebener Nutzfahrzeuge in den Kundeneinsatz zu bringen. Auch andere Anbieter arbeiten an entsprechenden Lösungen.
Die Initiative unterstreicht den aktuellen Kurs vieler Nutzfahrzeughersteller, verschiedene Antriebstechnologien parallel voranzutreiben. Batterieelektrische Fahrzeuge gelten vor allem für kürzere und mittlere Distanzen als wichtige Lösung, während Wasserstoff insbesondere im Fernverkehr und bei schweren Lasten als mögliche Ergänzung gesehen wird.
Ob sich die Technologie in größerem Maßstab durchsetzt, dürfte maßgeblich vom Ausbau der Infrastruktur und den künftigen Betriebskosten abhängen.