Nach Tunnelbrand drohen wochenlang Staus auf A81

04.03.2026 14:20 Uhr | Lesezeit: 3 min
Nahaufnahme von Lkw im Stau
Wegen dem Brand im Engelbergtunnel werden in den kommenden Wochen größere Verkehrsbehinderungen erwartet
© Foto: Canetti/Getty Images

Kilometerlange Rückstaus drohen westlich von Stuttgart nach dem Brand im Engelbergtunnel – einem der wichtigsten Autobahntunnel Baden-Württembergs.

Inzwischen ist die Autobahn 81 nach dem Brand im Tunnel zwar wieder in eine Richtung befahrbar, doch werden größere Verkehrsbehinderungen in den kommenden Wochen erwartet. Die Oströhre in Fahrtrichtung Heilbronn wurde freigegeben, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Die Weströhre müsse aufgrund der großen Schäden auf unbestimmte Zeit gesperrt bleiben. Das Feuer habe die Betriebstechnik hier auf mehrere hundert Meter zerstört.

Einer der wichtigsten Autobahntunnel in Baden-Württemberg

Aktuell wird der Verkehr in der Oströhre derzeit zweispurig geführt. Damit ist die Durchfahrt aus Richtung München kommend wieder möglich. Die Überleitung von Karlsruhe kommend bleibe vorerst gesperrt. Der Verkehr wird von dort in die Oströhre umgeleitet. Der überregionale Verkehr sollte den Engelbergtunnel weiträumig umfahren und dazu über die A6 auf die A5 oder A7 in Richtung Süden ausweichen, wie der ADAC mitteilte. Für den örtlichen Verkehr stelle die Region um den Engelbergtunnel aktuell ein echtes Nadelöhr dar. Der Engelbergtunnel ist einer der wichtigsten Autobahntunnel in Baden-Württemberg mit bis zu 140.000 Fahrzeugen pro Tag.

Lkw-Anhänger im Tunnel ausgebrannt

Nach Angaben der Autobahn GmbH konnten die Einsatzkräfte den ausgebrannten Lastwagen-Auflieger samt Fracht in der Nacht auf Mittwoch bergen. Am Dienstagnachmittag, 3. März, war ein mit Kühlschränken beladener Lkw-Anhänger in dem vielbefahrenen Tunnel ausgebrannt. Beide Röhren wurden gesperrt. Weil das Feuer in der Weströhre massive Schäden hinterließ, waren nach Angaben der Autobahn GmbH Sicherheitsprüfungen nötig. Zudem mussten das Anhänger-Wrack und weitere Fahrzeuge geborgen werden.

Lkw-Fahrer verhinderte wohl Schlimmeres

Der Lkw-Fahrer hatte den Anhänger abgekoppelt, so dass keine weiteren Fahrzeuge in Brand gerieten, wie die Feuerwehr mitteilte. Zwei Menschen erlitten Rauchvergiftungen und wurden ins Krankenhaus gebracht. Rund 30 weitere Betroffene wurden den Angaben zufolge von Rettungskräften versorgt. Fast 400 Einsatzkräfte waren laut der Autobahn GmbH vor Ort. An der Tunneldecke der Weströhre platzte durch die Hitze Beton ab. Die Kabel der Tunnelsteuerung sowie der Brandmeldeanlage seien verschmort, teilte die Autobahn GmbH mit.


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