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Milliardengewinn für CMA CGM

Noch sprudeln die Milliardengewinne bei CMA CGM - das Geschäftsklima in der Seefracht könnte sich aber bald abkühlen
© Foto: Benoit Tessier/Reuters/picture alliance

Das Schifffahrts- und Logistikunternehmen CMA CGM hat im zweiten Quartal einmal mehr Milliardengewinne erzielt – die Abkühlung des Seefrachtgeschäfts ist allerdings schon spürbar.


Datum:
07.09.2022
Autor:
Stefan May/Mareike Haus
Lesezeit: 
3 min
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Im zweiten Quartal 2022 konnte die CMA CGM-Gruppe ihren Umsatz trotz starkem Druck auf die globalen Lieferketten und der geopolitischen Spannungen um 57 Prozent auf 19,5 Milliarden US-Dollar erhöhen. Das operative Ergebnis Ebitda konnte sogar auf 9,59 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt werden. Unterm Strich stand ein Nettogewinn von 7,6 Milliarden Dollar. Das geht aus einer Mitteilung des französischen Schifffahrts- und Logistikunternehmens hervor. Hauptsächlich sei das auf das Seeschifffahrtsgeschäft der Gruppe zurückzuführen.

Im Berichtszeitraum wurden 5,6 Millionen TEU befördert, 1,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Nettoverschuldung belief sich am 30. Juni 2022 auf 5,4 Milliarden USD, ein Rückgang um 1,5 Milliarden USD gegenüber dem 31. März 2022. 90 Prozent der konsolidierten Gewinne wurden reinvestiert, um sich auf neues Wachstum in den kommenden Jahren vorzubereiten und den ökologischen Herausforderungen zu begegnen.

„Im zweiten Quartal haben wir unsere Strategie und unsere Transformation rund um unsere beiden Säulen - Schifffahrt und Logistik - weiter beschleunigt“, sagte Rodolphe Saadé, Chairman und Chief Executive Officer der CMA CGM-Gruppe. Mit den Übernahmen von Ingram Micro CLS, Colis Privé und GEFCO sowie der strategischen Partnerschaft mit Air France-KLM sei ein neuer Meilenstein erreicht worden.

Frachtraten sinken in einigen Regionen wieder

Der Ausblick liest sich aufgrund der sich abzeichnenden Abschwächung des Konsumklimas allerdings zurückhaltender. „Der bereits in diesem Sommer spürbare weltweite Konsumrückgang wird in der zweiten Jahreshälfte zu einer Normalisierung der internationalen Handelsbedingungen sowie zu einem Rückgang der Schiffsnachfrage führen“, so Saadé. In den letzten Wochen sei bereits ein Rückgang der Spot-Frachtraten in einigen Regionen registriert worden.

Sonderfonds zur Energiewende

Darüber hinaus kündigte die CMA CGM-Gruppe die Einrichtung eines Sonderfonds für Energie an, der mit einem Fünfjahresbudget von 1,5 Milliarden USD ausgestattet ist, um die Energiewende zu beschleunigen und bis 2050 eine CO2-neutrale Produktion zu erreichen. Der Fonds werde Investitionen tätigen, um die industrielle Produktion neuer Kraftstoffe sowie emissionsarme Mobilitätslösungen in allen Geschäftsbereichen der Gruppe zu fördern.

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