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Mercedes-Benz-Werk in Ludwigsfelde feiert Jubiläum

Am Standort Ludwigsfelde werden im Jahr rund 60.000 Fahrzeuge gebaut
© Foto: ddp/Michael Gottschalk

Seit der Gründung des Standorts vor 20 Jahren verließen mehr als 400.000 Nutzfahrzeuge den Betrieb


Datum:
08.02.2011
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Ludwigsfelde. Der Automobilstandort Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) hat am Dienstag ein Jubiläum gefeiert: Vor 20 Jahren wurde das Werk Mercedes-Benz gegründet. Seitdem verließen bereits mehr als 400.000 Nutzfahrzeuge den Betrieb. Das Unternehmen sei seit vielen Jahren ein Aushängeschild brandenburgischer Wirtschaftskraft, betonte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD). Es präge das Bild Brandenburgs als Hochtechnologiestandort mit. "Damit Umsatz und Stimmung im Aufwärtstrend bleiben, kann das Werk weiterhin mit der Unterstützung der Landesregierung rechnen", betonte er.

Das Ludwigsfelder Werk gehört mit 182.000 Quadratmeter Fläche neben dem in Düsseldorf zu den größten Transporter-Montagewerken des Daimler-Konzerns in Deutschland. Rund 60.000 Fahrzeuge werden hier im Jahr gebaut. Meist sind es die Modelle Sprinter, die in Arbeitsteilung mit den Düsseldorfern entstehen. In Brandenburg wurde extra eine hochmoderne automatisierte Produktionsanlage gebaut. Im September vergangenen Jahres konnte der einmillionste Wagen seit Beginn der Automobilproduktion 1965 das Ludwigsfelder Werk verlassen. Seit 1996 kommt der Vario in über 220 Varianten aus Ludwigsfelde.

Werkleiter und Geschäftsführer der Mercedes-Benz Ludwigsfelde GmbH, Michael Humpert, sagte, die Auftragseingänge beim Sprinter entwickelten sich vielversprechend. Die Erfolgsgeschichte könne fortgeschrieben werden, da seit Jahrzehnten hochqualifizierte und erfahrene Mitarbeiter zum Bestand gehörten.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) dankte Geschäftsführung und Belegschaft, die in der schwierigen Zeit der Automobilkrise 2009 über die Kurzarbeiterregelung zusammengehalten hatten. "Nur wer innovativ ist und schon heute an die Zukunft denkt, wird auch künftig bestehen können", betonte er.

Vor der Wende stellte das IFA-Automobilwerk Lastwagen her. 1965 hatte die DDR die Produktion des LKW W50 von Werdau bei Zwickau nach Ludwigsfelde verlegt. 1988 rollte der erste an diesem Standort entwickelte Lastwagen L60 vom Band. Bis zur Wende waren es etwa 600.000 Fahrzeuge beider Wagen-Typen.

Bereits 1990 kooperierte die Mercedes-Benz AG mit dem IFA-Automobilwerk. Zunächst wurden die LKW vom Typ LN2 und der Transporter T2 produziert. Ab 1993 wurde der Nachfolger Vario ausgeliefert. Von 2002 bis 2005 gehörte der Transporter Vaneo zum Programm. Rund 2200 Mitarbeiter werden heute beschäftigt.

Ludwigsfelde ist ein Standort mit langer Industrie-Tradition. 1936 wurden die Daimler-Benz Flugmotorenwerke Genshagen errichtet. Nach dem Krieg wurde das Werk demontiert. In den 1950er Jahren wurde ein volkseigener Industriebetrieb gegründet, ab 1965 begann der Aufbau des Automobilwerkes.

In der Hauptstadtregion gibt es 200 Betriebe in der Automobil- und Zulieferer-Branche mit 200.000 Mitarbeitern. Allein in Brandenburg zählt dieser Wirtschaftszweig 130 Betriebe mit 9000 Beschäftigten. (dpa) 

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