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Lufthansa trotz Krisen zuversichtlich für 2011

Lufthansa-Vorstandschef Christoph Franz
© Foto: ddp/Mario Vedder

Mit einem weiteren Sparkurs will Europas Branchenprimus profitabler werden. An völlig normale Geschäftsjahre glaubt der Vorstand kaum noch


Datum:
03.05.2011
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Berlin. Die Lufthansa will trotz Belastungen wegen der Unruhen in Nordafrika und der Katastrophen in Japan in diesem Jahr weiter an Höhe gewinnen. Dafür will Europas größte Fluggesellschaft nochmals Kosten senken und effizienter werden, wie Vorstandschef Christoph Franz auf der Hauptversammlung am Dienstag in Berlin sagte. Das Atomunglück in Japan habe gezeigt, dass ein dauerhaft normaler Geschäftsbetrieb in der Branche wohl die Ausnahme bleiben werde. Franz bekräftigte die Prognose, Umsatz und operativen Gewinn zu steigern. So soll erneut eine Dividendenzahlung ermöglicht werden.

Höhere Kerosinkosten, zusätzliche Kapazitäten im Markt und nur langsam zu steigernde Ticketpreise seien Herausforderungen für das Geschäft, erläuterte Franz vor rund 1500 Aktionären. Die seit Jahresbeginn für Starts in Deutschland geltende Flugsteuer belaste vor allem den Konzern-Billigflieger Germanwings. Um gegenzusteuern, solle die gesamte Gruppe noch stärker sparen. Verbessert werden müssten unter anderem die Ergebnisse im defizitären Europaverkehr.

Die Nachfrage habe sich zum Start ins Jahr positiv entwickelt. Der Vorstand bekräftigte daher, dass der operative Gewinn 2011 den Vorjahreswert von 876 Millionen Euro übertreffen soll. Der Umsatz von zuletzt 27,3 Milliarden Euro soll ebenfalls zulegen. Genauere Angaben wurden nicht gemacht. Die Hauptversammlung sollte für 2010 eine Dividende von 60 Cent je Aktie beschließen. Für das Jahr zuvor hatte es keine Ausschüttung gegeben.

Finanzielle Stabilität sei so wichtig, um Durststrecken wie Krisen oder Naturkatastrophen durchstehen zu können, sagte Franz. Die Lufthansa stelle sich darauf ein, dass es im Kerngeschäft wohl kein "business as usual" mehr gebe. Der Vorstandschef kritisierte, die staatlichen Airlines Emirates, Qatar und Etihad, die Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, versuchten mit Niedrigstpreisen, Verkehr von europäischen Drehkreuzen in die Golfregion zu verlagern. (dpa)

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