Frankfurt/Wien. Die Deutsche Lufthansa hat 88,1 Prozent der österreichischen Fluglinie Austrian Airlines (AUA) angeboten bekommen. Die geforderte Mindestquote von 75 Prozent wurde damit klar erreicht. Dies geht aus einer von Lufthansa am Donnerstag in Wien verbreiteten Pflichtmitteilung hervor. Die Quote berücksichtigt die von der AUA selbst gehaltenen Anteile nicht. Um die Übernahme perfekt zu machen, muss nun allerdings noch die Europäische Kommission einer Staatshilfe der Regierung in Wien in Höhe von 500 Millionen Euro zustimmen. Auch die kartellrechtliche Genehmigung steht noch aus. Lufthansa will die AUA komplett kaufen. Ab einem Anteil von 90 Prozent kann sie nach österreichischem Recht die verbliebenen freien Aktionäre zwangsweise abfinden. In einer Nachfrist von drei Monaten können die noch verbliebenen Aktionäre ihre Anteile der Lufthansa weiterhin anbieten. Die AUA- Aktie wurde am Donnerstag an der Wiener Börse knapp über vier Euro und damit weiterhin unter dem Lufthansa-Angebot von 4,49 Euro gehandelt. Dies deutet darauf hin, dass der Markt ein Platzen des Geschäfts noch für möglich hält. (dpa)
Lufthansa sichert sich 88,1 Prozent der AUA
Voraussetzung für Übernahme: Zustimmung der Europäischen Kommission zu Staatshilfe und kartellrechtliche Genehmigung