Lufthansa Cargo startet Produkt für Geschäftliche Versender

17.04.2013 13:06 Uhr
Lufthansa Cargo Handling
Lufthansa Cargo fliegt künftig Fracht von Geschäftlichen Versendern  
©Foto: Lufthansa Cargo

Für ausgewählte Kunden bietet die Frachtairline mit „SCO Plus“ eine Lösung für geschäftliche Versender.

Frankfurt/Main. Mit dem Produkt „SCO Plus“ bietet die Frachtairline Lufthansa Cargo ab kommender Woche ausgewählten Kunden eine Lösung für den Versand von Luftfracht als „Geschäftlicher Versender“. Die Sendungen haben den Status „SCO“ (Secured for Cargo-Aircraft Only) und dürfen nur in reinen Frachtflugzeugen transportiert werden. Bislang gab es kein entsprechendes Produkt bei der Lufthansa Cargo. Versender mit dem Status „Geschäftlicher Versender“ benötigen dazu keine behördliche Zulassung vom Luftfahrtbundesamt (LBA). Es reicht weiterhin eine Sicherheitserklärung des Verladers, damit ein Reglementierter Beauftragte (RegB) die Ware als sicher einstufen kann. Der RegB muss allerdings dafür sorgen, dass der Versender die Ware in seinen Räumlichkeiten vor unbefugten Zugriffen schützt. Ursprünglich wurde der Status GV auf Betreiben der Integratoren eingeführt, die ihre Postsendungen in der Regel mit eigenen Frachtfliegern transportieren.

Premiumprodukt für Premiumkunden

Harald Zielinski, Sicherheitschef der Lufthansa Cargo, versicherte gegenüber der VerkehrsRundschau, dass die Sendungen mit dem Status „SCO“ die gesetzlichen Auflagen mehr als erfüllen müssen. Deshalb spreche man intern und in der Produktvermarktung vom Status „SCO Plus“. „Auf Wunsch einiger weniger Kunden, mit denen wir seit Jahren eng zusammenarbeiten, haben wir dieses Produkt von langer Hand geplant“, erklärte Zielinski. „Diese Möglichkeit kommt nur für Kunden infrage, die unserer Sicherheitsphilosophie entsprechen und die wir im Detail seit Jahren kennen. Es ist ein Premiumprodukt für Premiumkunden“, versichert Zielinski.

Der Schritt sei kein Schnellschuss angesichts der schärferen Sicherheitsbestimmungen, die ab dem 29. April gelten, versicherte die Airline. Künftig dürfen nur noch Sendungen von behördlich anerkannten Bekannten Versendern ohne vorherige Sicherheitsprüfung ins Flugzeug verladen werden. Engpässe erwarte die Lufthansa Cargo nach dem 29. April nicht, sagte Zielinski. Neben der Lufthansa Cargo gebe es auch andere Airlines die Sendungen mit dem Status „SCO“ transportieren. (diwi)

Bitte beachten Sie auch die VerkehrsRundschau-Fachkonferenz „Luftfracht problemlos versenden - auch ohne Zulassung als Bekannter Versender“ (Programm und Anmeldung)

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