Der Verband der Spediteure Berlin und Brandenburg (VSpBB) lehnt das Projekt eines internationalen Großflughafens bei Stendal in der Altmark anstelle des geplanten Standortes Berlin-Schönefeld als "unsinnig" ab. "Stendal ist auch bei einer besseren Autobahnverbindung zu weit weg", sagte Klaus-Peter Ziesemer, der im VSpBB die Fachsparte "Luftfrachtspediteure" leitet. Er reagierte damit auf die Vorbereitungen für das Planfeststellungsverfahrens durch die Airail AG für Integrierte Verkehrsanlagen, die bisher knapp 13 Millionen Mark in der Altmark investiert hat. Kürzlich hatte das Unternehmen den genauen Standort für "Berlin International bei Stendal" vorgestellt, der etwa 3,5 Kilometer westlich der Altmarkgemeinde Buchholz südlich von Stendal liegen soll. Für die Spediteure in Berlin und Brandenburg sei weniger die Entfernung zwischen einem Flughafen und der Hauptstadt entscheidend als der zeitliche Aufwand, begründete Ziesemer, der zugleich Niederlassungsleiter von Schenker Berlin ist, seine Haltung gegenüber der Verkehrs-Rundschau. Vize- VSpBB-Geschäftsführer Klaus-Dieter Martens ergänzte, die hiesigen Spediteure hofften auf schnelle Fortschritte bei den Planungen für den Großflughafen Schönefeld. Die jetzige Verteilung der Luftfracht auf die drei Flughäfen Tegel, Tempelhof und Schönefeld sei für die Spediteure mit erheblichen Kosten verbunden, da diese aus Wettbewerbsgründen an allen Standorten mit Geschäftsräumen vertreten sein müssten. (vr/jök)
Luftfrachtspediteure lehnen Altmark-Flughafen ab
Stendal wegen langer Anfahrtswege von Berlin keine Alternative zu Schönefeld