Kiew. Die Stadtverwaltung der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat eine drakonische Maßnahme zur Eindämmung des LKW-Verkehrs um einen Monat aufgeschoben und abgemildert: Ursprünglich sollte ab dem 1. Mai zwischen 7 und 20 Uhr im Stadtgebiet ein pauschales Fahrverbot für LKW über 4,5 Tonnen gelten. Dies betraf auch den Transitverkehr, da eine Umgehungs-Autobahn erst im Planungsstadium ist. Der Beginn des Fahrverbots wurde nun auf den 1. Juni verschoben. Außerdem will man jetzt täglich 2500 Ausnahmegenehmigungen für Transitfahrten erteilen, teilte die Stadtverwaltung mit. Der ukrainische Verkehrsminister Josif Winski bezeichnete die Sperrung Kiews als ein „Atem-Verbot“ für den Güterverkehr. Die Maßnahme sei vor dem Bau der Ringstraße verfrüht, da alle Transportkorridore auf die Hauptstadt zuliefen. Am 6. Mai hatten LKW-Fahrer mit einer massenhaften Schleichfahrt über zwei städtische Magistralen gegen die neue Regelung protestiert. (ld)
LKW-Fahrverbot in Kiew weicht auf
Stadtverwaltung erteilt täglich 2500 Ausnahmegenehmigungen für Transitverkehr