Die Linke will die geplante Teilprivatisierung der Bahn zu einem zentralen Thema im Bundestagswahlkampf 2009 machen. Die Bahnreform stehe für mehrere gegenwärtige Konflikte, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion Die Linke, Dagmar Enkelmann, heute in Berlin. Es gehe um Wirtschafts- und Tarifpolitik und Privatisierung statt nötiger öffentlicher Daseinsvorsorge. Die Regierung mache mit der Bahnreform den Weg für den „Ausverkauf der Bahn“ frei. (dpa) Luxemburg - Die Regierung Luxemburgs hat angesichts der weltweiten Verteuerung von Nahrungsmitteln starke Bedenken gegen das Ziel der Europäischen Union, den Treibstoffverbrauch bis 2020 zu zehn Prozent durch Biosprit zu decken. Das Großherzogtum rückte heute von dem Ziel ab, das die Staats- und Regierungschefs der EU erst im März 2007 beschlossen hatten. Umweltminister Lucien Lux bekräftigte, die gesamte Regierung Luxemburgs habe „starke Bedenken“ gegen einen Konflikt zwischen Energiepflanzenanbau und Nahrungsmittelversorgung. (dpa) Wirtschaft Postdienstleister - In der Postbranche sind seit Einführung des gesetzlichen Mindestlohns Anfang dieses Jahres annähernd 5700 Stellen verloren gegangen. Das geht aus einer heute bekanntgewordenen Antwort der Bundesregierung an die FDP hervor. Ob es einen direkten Zusammenhang zwischen Einführung des Mindestlohns und „Marktaustritten“ von Wettbewerbern der Deutschen Post AG gebe, ließ die Regierung offen. Darüber liegen nach Angaben des Arbeitsministeriums keine Informationen vor. Die FDP dagegen führt den Stellenabbau auf den Post-Mindestlohn zurück. (dpa) Unternehment Verlust - Die amerikanische Lufthansa-Beteiligung JetBlue hat trotz rekordhoher Treibstoffkosten zum Jahresauftakt einen geringeren Verlust eingeflogen als erwartet. Das Minus lag im ersten Quartal mit 8 Millionen Dollar deutlich unter dem Vorjahresverlust von 22 Millionen Dollar. Der Umsatz stieg um mehr als ein Drittel auf 816 Millionen Dollar (510 Millionen Euro), gab der gehobene Billigflieger heute in New York bekannt. Die Deutsche Lufthansa hält knapp 20 Prozent an JetBlue Airways. (dpa) Quartalszahlen - Der Mutterkonzern der zweitgrößten US-Fluggesellschaft United Airlines, UAL, ist wegen hoher Spritkosten überraschend tief in die roten Zahlen gestürzt. Das Minus vervielfachte sich im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr von 152 auf 537 Millionen Dollar. United streicht nun rund 1100 Stellen und viele Verbindungen. Der Anbieter hatte nach einem Insolvenzverfahren 2006 im vergangenen Jahr gerade wieder einen Gewinn eingeflogen. Der Umsatz legte im ersten Quartal um knapp 8 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar (rund 2,9 Milliarden Euro) zu. Der Anstieg der Treibstoffkosten um 618 Millionen Dollar habe das Plus jedoch mehr als aufgefressen, teilte die Gesellschaft heute in Chicago (Ohio) mit. (dpa)
Kurz vermeldet: 22. April 2008
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