Kraftstoffpreise: Bundesregierung erwartet keine schnellen Preissenkungen

08.04.2026 16:07 Uhr | Lesezeit: 2 min
Grüner Zapfhahn steckt in der Zapfsäule
Die Bundesregierung hat vor einer überzogenen Erwartung schnell sinkender Spritpreise gewarnt
© Foto: Iryna Melnyk / iStock / Getty Images Plus

Auch wenn im Nahen Osten nun eine Waffenruhe vereinbart worden ist, erwartet die Bundesregierung keinen schnellen Rückgang der Kraftstoffpreise.

Die Bundesregierung hat vor einer überzogenen Erwartung schnell sinkender Spritpreise infolge der Waffenruhe im Iran-Krieg gewarnt. „Es ist Realismus in mehrfacher Hinsicht geboten“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille am Mittwoch, 8. April, in der Bundespressekonferenz in Berlin. Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus brauche Zeit und führe „nicht schnell unmittelbar zurück zum Status aus dem Februar“.

Regierungssprecher mahnt zu Geduld

Der Sprecher betonte: „Es wird Zeit in Anspruch nehmen, bis die Schifffahrt wieder das Vorkriegsniveau erreicht und das Angebot am Weltmarkt stabilisiert ist.“ Auch werde es dauern, bis zerstörte Produktionsanlagen wiederhergestellt seien. Zudem sei der Waffenstillstandsprozess mit großen Unsicherheiten behaftet. „Wir sind noch weit von einem Abkommen entfernt und erhebliche Rückschläge sind jederzeit möglich.“ Hille wies darauf hin, dass ein Tanker von der Meerenge von Hormus nach Europa drei bis sechs Wochen braucht. Es werde also eine Zeit dauern, bis die Ladung verfügbar sei.

Öffnung der Straße von Hormus vereinbart

Als Bestandteil der Waffenruhe am Golf haben die USA und der Iran auch die Öffnung der Straße von Hormus vereinbart. Durch diese Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman führt eine wichtige Route für den globalen Öl- und Gashandel. Die Blockade des Seeverkehrs dort durch den Iran hat weltweit zu Preissprüngen geführt.


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