Andreas Schmid Group kämpft derzeit, wie viele Stückgutspeditionen, an mehreren Fronten. Der neue Vorstand Tomas Schledorn erklärt nun im Interview mit der VerkehrsRundschau, wie er das Speditions- und Logistikunternehmen zu neuer Größe führen will. Dafür will Andreas Schmid Logistik nicht nur neue Wachstumsfelder in Kontraktlogistik erschließen, sondern arbeitet auch massiv am Thema Produktivität – auch mittels Künstlicher Intelligenz (KI). Mehr dazu im Interview.
Fachkräftemangel und deutlich niedrigere Lohnkosten treiben Verlagerung
Schledorn wörtlich: „Eine Sache, die wir jetzt begonnen haben, ist die Verlagerung von Tätigkeiten ins Ausland. Das bringt echte Produktivitätsvorteile.“ So habe die Andreas Schmid Group zum Beispiel ein Dispo-Office in Rumänien eröffnet, um dort eben auch verstärkt Dispositionstätigkeiten durchzuführen, führt er aus. Zum einen, weil es immer schwieriger werde, geeignete Mitarbeiter dafür zu finden. Zum andern, weil in Rumänien die Lohnkosten und die Lohnnebenkosten noch deutlich geringer seien als in Deutschland.
Outsourcing-Aufgaben ins Ausland könnten zunehmen
„Zehn Mitarbeiter arbeiten da heute schon. Und unsere Kollegen in Rumänien machen einen super Job, die sind vom Know-how her sind die top. Da ist kein Qualitätsunterschied spürbar“, betont er. „Solche Outsourcing-Aufgaben, die ich gerade genannt habe, werden wahrscheinlich in Zukunft zunehmen.“ Der Eigenfuhrpark der Andreas Schmid Logistik werde aber nach wie vor in Gersthofen disponiert. „Unsere Disposition in Rumänien disponiert ausschließlich unsere externen Frachtführer.“