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Komplett klimaneutral: Elvis kompensiert CO2-Emissionen

Klimaneutralität ist längst auch ein Verkaufsargument. Seit kurzem können ELVIS angeschlossene Spediteure und Frachtführer selbst einzelne Transporte einfach und unkompliziert direkt über den Verbund ausgleichen
© Foto: Elvis AG

Der Konzern hat mit seinem Kompensationsprogramm bereits nahezu 800 Tonnen Kohlenstoffdioxid ausgeglichen und legt dieses auch ihren Partnerunternehmen auf.


Datum:
13.01.2022
Autor:
Stefanie Schuhmacher
Lesezeit:
4 min
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Alzenau. Die Europäischer Ladungsverbund Internationaler Spediteure AG (Elvis) und Elvis Teilladungssystem können nach eigenen Angaben seit kurzem auf eine ausgeglichene CO2-Bilanz verweisen. Da es bis dato technisch nicht möglich ist, Kohlenstoffdioxid-Emissionen gänzlich zu vermeiden, haben sich die beiden Unternehmen für eine Kompensation entschieden. Im vergangenen Jahr hat Elvis auf diesem Weg nahezu 800 Tonnen des Treibhausgases über Investitionen in Klimaschutzprojekte ausgeglichen.

„Das Thema Nachhaltigkeit ist zweifelsohne eines der wichtigsten unserer Zeit. Und auch, wenn die Politik noch uneins in der Frage ist, wie konkret sie auf die Klimakrise reagieren soll, steht doch fest: ein ‘Weiter so‘ kann es nicht geben“, sagt Nikolja Grabowski, Vorstand bei Evlis. „Man muss insofern kein Prophet sein, um vorauszusehen, dass jede Umweltschädigung künftig höher bepreist werden wird. Deshalb halten wir es auch aus unternehmerischer Sicht für geboten, freiwillig schon heute zu handeln.“

Vor diesem Hintergrund haben sich der Logistik-Verbund aus Alzenau und das in Knüllwald ansässigen Teilladungssystem bereits in 2019 entschlossen, ihren CO2-Ausstoß zu kompensieren. Bei der Umsetzung setzte Elvis auf die Expertise der Klimaschutz-Agentur Climate Extender aus Gehrden in Niedersachsen. Im Rahmen eines mehrstufigen Verfahrens erstellte diese zunächst aktuelle Klimabilanzen für beide Unternehmen und prüfte dann, wo sich Emissionen durch technische und/oder organisatorische Maßnahmen reduzieren lassen. Anschließend wurde auf Grundlage internationaler Standards die Höhe der Kompensation berechnet. Dabei berücksichtigt wurden von den Arbeitswegen der Mitarbeitenden bis hin zum Betrieb des Logistik-Hubs in Knüllwald alle durch das normale Tagesgeschäft anfallenden, unvermeidbaren Emissionen.

Umweltschutz-Zertifikate als Ausgleich

Diese gleicht der Verbund nun aus, indem er in entsprechendem Umfang in anerkannte Umweltschutz-Zertifikate investiert. Über diese wiederum werden Klimaschutzprojekte in Schwellen- und Entwicklungsländern finanziert, die nachweislich Kohlenstoffdioxid binden oder weitere Emissionen vermeiden und so die Belastung der Umwelt reduzieren. Auf diesem Weg hat ELVIS im vergangenen Jahr fast 800 Tonnen CO2 kompensiert, was in etwa den Emissionen entspricht, die 1.000 vollbeladene Lkw auf der Strecke von Frankfurt nach Hamburg verursachen.

Dabei allein will es der Verbund aber nicht belassen. Neben der Verwaltung in Alzenau und dem Betrieb des Hubs in Knüllwald werden stufenweise ab sofort auch die von Evlis selbst beauftragten Systemverkehre kompensiert.

Fahrzeuggewicht bestimmt die Kosten

Den Umfang und damit die Kosten der Kompensation errechnet der Verbund unter Bezugnahme des jeweiligen Sendungsgewichts sowie des zulässigen Gesamtgewichts des Lkw, des Fahrzeugtyps (Hänger/Auflieger-Lkw, Solo-Lkw, Kühl-Lkw), der Auslastung des Lkw unter Berücksichtigung von Beiladungen, der gefahrenen Strecke und dem Anteil der Leerfahrten. Die Kompensation selbst erfolgt auch hier über den Erwerb von Zertifikaten der Schweizer Gold-Standard-Foundation. (ste)

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