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Kombinierter Verkehr in Europa: Intercontainer-Interfrigo geht "in die Liquidation"

Die ICF steht vor gravierenden Einschnitten
© Foto: Intercontainer-Interfrigo

Unternehmen steht vor gravierenden Einschnitten / Ziel ist es, so viel wie möglich an Firmensubstanz zu erhalten / Drehscheibe in NRW aktuell wegen Überlasung geschlossen


Datum:
02.12.2010
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Basel/Hamburg. Eines der ältesten europäischen Unternehmen des kombinierten Verkehrs Schiene/Straße, die in Basel beheimatete Intercontainer-Interfrigo (ICF), steht vor gravierenden Einschnitten. Nach Informationen der VerkehrsRundschau, soll das Unternehmen "in die Liquidation" gehen. Das Verfahren liegt in den Händen eines belgischen Rechtsanwaltes. Höchste Priorität hat der Erhalt einer möglichst umfangreichen Unternehmenssubstanz. Der bisherige Geschäftsführer, der Belgier Bart van der Cruysse, ist von seinem Posten zwar zurückgetreten, steht allerdings weiterhin beratend zur Seite.

ICF wurde 1967 zunächst als Intercontainer gegründet. 1993 erfolgte die Verschmelzung mit dem auf konventionellen Kühlwagen-Verkehre spezialisierten Unternehmen Interfrigo zur neuen Firma Intercontainer-Interfrigo (ICF). Die Kühlwagensparte selbst gibt es seit einigen Jahren nicht mehr.

Das Unternehmen erlebte seit Ende der 90er Jahre eine Vielzahl von Höhen und Tiefen, die unter anderem zu verschiedenen Neuausrichtungen und Umstrukturierungen führten. Dazu gehört auch, dass es eine Reihe von Wechseln im Management gegeben hatte. Auch in der übrigen Belegschaft kam es in den zurückliegenden Jahren zu erheblichen Einschnitten. Aktuell sollen noch rund 100 Mitarbeiter im Unternehmen tätig sein. Der inzwischen zurückgetretene Geschäftsführer Bart van der Cruysse hatte diese Aufgabe erst Mitte März 2009 übernommen. Noch im laufenden Jahr hatte ICF eine Reihe von neuen Ganzzug-Verbindungen eingerichtete und aufgenommen.

Indes gibt das Unternehmen auch bekannt, dass es seine zentrale Drehscheibe im nordrhein-westfälischen Wanne/Herne bis zum 6.Dezember wegen "Überlastung" schließen muss. Weitere Abfertigungen für Sendungen nach Osteuropa und in die Türkei (über Sopron/Ungarn, d. Red.)könnten erst ab dem 6.Dezember wieder aufgenommen werden, heißt es in einer Kundenmitteilung. (eha) 

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