Frankreichs größte Transport- und Logistikgruppe, die mehrheitlich von der Staatsbahn SNCF kontrollierte Firma Geodis S.A., plant offenbar, die kürzlich angekündigte Kapitalerhöhung mit Hilfe der privaten Reederei- und Transportgruppe Bolloré (Puteaux) zu bewerkstelligen. Das meldete die Pariser Wirtschaftszeitung Les Echos unter Berufung auf Bahnkreise. Geodis-Chef Pierre Blayau hatte kürzlich von "schweren Verlusten" für die Gruppe gesprochen und den dadurch bedingten Kapitalmehrbedarf auf 150 bis 230 Millionen Euro beziffert. Bahnpräsident Louis Gallois deutete in demselben Zusammenhang seine Bereitschaft an, das Geodis-Aktionariat für weitere Investoren zu öffnen. Die seit längerem laufenden Verhandlungen mit der ebenfalls staatlichen La Poste bzw. deren KEP-Bereich Geopost über eine gemeinsame Kapitalverzahnung treten auf der Stelle, zumal die Post durch ihre jüngsten internationalen Zukäufe in Deutschland und England finanziell inzwischen nicht mehr über dieselben Ressourcen verfügt wie bei Beginn der Gespräche mit Geodis. (vr/jb)
Kapitalerhöhung
Private Investitionen sollen Geodis helfen