Die Akzisen (Verbrauchssteuern) auf Kraftstoffe bleiben in Italien bis zum 1. Mai gesenkt, ein Grund zum Aufatmen ist das aber nicht: Die dennoch hohen Spritpreise - Diesel aktuell im Schnitt bei etwa 2,10 Euro/Liter, Benzin bei 1,76 Euro/Liter - belasten die Transportbranche enorm. Hinzu komme – so beklagt der Verband Trasportounito – dass es zuletzt an einigen Autobahnraststätten Einschränkungen bei der Betankung von Nutzfahrzeugen gegeben hätte.
Trasportounito kritisiert Einschränkungen bei der Lkw‑Betankung
Besonders gravierend sei dabei die Situation an der Autobahnraststätte Plose Ovest in Südtirol gewesen. Wie der Verband mitteilte, sei dort auf einem Schild mit den Worten „Non si eroga carburante per mezzi pesanti“ darauf hingewiesen worden, dass kein Kraftstoff für Lkw ausgegeben werde.
Verband warnt vor wirtschaftlichen Folgen für den Güterverkehr
Solche Maßnahmen, so Maurizio Longo als Generalsekretär des Verbandes, überschritten jede Grenze, schürten Konflikte und brächten die Wirtschaft des Landes in ihrer Gesamtheit in Schwierigkeiten – und das in einer ohnehin schon kritischen Phase, in der die strategische Bedeutung des Güterkraftverkehrs unterschätzt werde.
Der Verband verurteilt dabei auch das Fehlen von strukturellen Maßnahmen und neuen Regelungen, das den wirtschaftlichen und operativen Druck in der aktuell fragilen Logistikkette weiter verschärfe.